Nagelsmanns umstrittene Entscheidung: Warum Beier trotz Topform in der Nationalmannschaft fehlt
Julian NetteAufgrund von Beier: Kovac kritisiert Nationaltrainer - Nagelsmanns umstrittene Entscheidung: Warum Beier trotz Topform in der Nationalmannschaft fehlt
Borussia Dortmunds Stürmer Maximilian Beier fehlt im Kader der deutschen Nationalmannschaft für die anstehenden Testspiele gegen die Schweiz und Ghana. Sein Klubtrainer Niko Kovač kritisierte die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann öffentlich und bezeichnete sie als Fehler. Der 20-jährige Angreifer hat eine herausragende Saison gespielt und bisher 23 Tore in 25 Bundesliga-Partien erzielt.
Beier gehört in der Spielzeit 2025/26 zu den wenigen Lichtblicken bei Dortmund. Mit 23 Ligatreffern liegt er auf dem zweiten Platz der Torjägerliste, knapp hinter Mohamed Amoura. Sein Einfluss beschränkt sich jedoch nicht auf den nationalen Wettbewerb: Im Champions-League-Playoff gegen Atalanta Bergamo traf er in der 42. Minute nach einer Vorlage von Serhou Guirassy zum wichtigen Führungstor. Erst kürzlich spielte er eine Schlüsselrolle beim spektakulären 3:2-Sieg nach Rückstand gegen den Hamburger SV, als er zwei Elfmeter herausholte.
Trotz dieser Leistungen verzichtete Nagelsmann auf eine Nominierung Beiers für die aktuelle Länderspielauswahl. Kovač ließ jedoch in einer Pressekonferenz keinen Zweifel an seiner Haltung. Er betonte, der junge Stürmer verfüge über genau die Eigenschaften, die für ein großes Turnier wie die Weltmeisterschaft entscheidend seien. Kovač ging noch weiter und erklärte, er hätte Beier selbst berufen – und prophezeite, dass der Angreifer letztlich doch noch in den endgültigen WM-Kader rücken werde.
Seine Lobeshymnen beschränkten sich nicht auf Beiers Torquote. Kovač hob auch die allgemeine Entwicklung des Spielers, seine Anpassungsfähigkeit und seine Fähigkeit hervor, unter Druck zu bestehen. Zwar hatte Beier beim 0:1 gegen den FC Bayern München Ende Februar einen eher unauffälligen Auftritt – er kam auf drei Torschüsse, bevor er ausgewechselt wurde –, doch seine über die gesamte Saison gezeigte Konstanz hält ihn weiterhin im Rampenlicht.
Die Diskussion um Beiers Nichtberücksichtigung fällt in eine entscheidende Phase der WM-Vorbereitungen der deutschen Mannschaft. Seine Leistungen im Verein machen ihn weiterhin zu einem heißen Kandidaten für den endgültigen Kader. Vorerst muss er jedoch von der Tribüne aus zusehen, wie die Nationalelf ohne ihn gegen die Schweiz und Ghana antritt.






