18 March 2026, 10:05

Münster erhöht Abfallgebühren 2026 – was Haushalte jetzt zahlen müssen

Gruppe von Männern, die einen Schotterweg neben einem Müllhaufen mit einem Bagger im Hintergrund entlanggehen, Gebäude und Bäume sind im Bereich sichtbar.

Münster erhöht Abfallgebühren 2026 – was Haushalte jetzt zahlen müssen

Münsters Haushalte müssen bald höhere Abfallgebühren zahlen

Die Haushalte in Münster werden bald höhere Entsorgungskosten tragen müssen. Das städtische Abfallwirtschaftsunternehmen awm hat für 2026 eine Gebührenerhöhung um 6,95 Prozent angekündigt – die erste Anpassung seit vier Jahren. Der Anstieg folgt auf stark gestiegene Betriebskosten und bedeutet für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt eine monatliche Mehrbelastung von 0,40 Euro pro Person.

Ursprünglich hatte eine Prognose aus dem Jahr 2022 einen Anstieg um 11 Prozent für 2026 vorhergesagt. Dank gesunkener Kosten für die vorgeschriebene Nachsorge auf der Zentraldeponie Münster-Coerde fiel die Erhöhung jedoch mit 6,95 Prozent geringer aus. Dennoch steigt die monatliche Gebühr pro Person von bisher 5,73 Euro auf nun 6,13 Euro.

Hinter der Anpassung stehen vor allem gestiegene Ausgaben: Personal, Material und der tägliche Betrieb erfordern mehr Mittel, während Überschüsse und Erlöse aus dem Recycling die Lücke nicht schließen können. Auch die Deponiekosten sind deutlich gestiegen: Allein die Kosten für Verfüll- und Abdeckmaterial auf der Deponie Münster-Coerde liegen 15 bis 25 Prozent über dem Niveau von 2022. Höhere Transportgebühren, Inflation und Engpässe bei mineralischen Baustoffen in Nordrhein-Westfalens Bausektor haben zusätzlich zu dem Preisanstieg beigetragen.

Noch stärker steigen die Gebühren für die Straßenreinigung. Hier müssen die Bürger:innen 2026 mit einer Erhöhung von 9,35 Prozent rechnen. Die vollständige Reinigung von Wohnstraßen kostet dann 7,20 Euro pro laufendem Meter und Jahr. Die in den Bescheiden der Grundstückseigentümer:innen ausgewiesenen Abfallgebühren decken dabei nicht nur Rest- und Bioabfall ab, sondern finanzieren auch die Sammlung von Papier und Wertstoffen, die Abfuhr von Sperr- und Grünabfall, die Entsorgung großer Elektrogeräte sowie den Zugang zu den Recyclinghöfen.

Für die kommenden Jahre rechnet die awm mit weiteren Steigerungen. Die Prognosen sehen für 2027 und 2028 jeweils einen Anstieg um 7 Prozent vor – getrieben von denselben Kostentreibern. Das Unternehmen betont jedoch, dass eine nachhaltige Abfallwirtschaft weiterhin Priorität habe und diese für den Klima- und Ressourcenschutz in Münster unverzichtbar sei.

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Konkrete Änderungen ab 2026 Die monatliche Abfallgebühr erhöht sich um 0,40 Euro pro Person auf insgesamt 6,13 Euro. Die Kosten für die Straßenreinigung steigen ebenfalls: Die vollständige Reinigung von Wohnstraßen wird dann 7,20 Euro pro laufendem Meter betragen. Für die beiden folgenden Jahre sind bereits weitere Erhöhungen um 7 Prozent geplant, da die awm weiterhin mit wachsenden Betriebskosten konfrontiert ist.

Quelle