Mönchengladbach erhält 149 Millionen Euro für Infrastruktur und Bildung bis 2036
Albin KeudelMönchengladbach erhält 149 Millionen Euro für Infrastruktur und Bildung bis 2036
Mönchengladbach wird in den nächsten zwölf Jahren voraussichtlich rund 149 Millionen Euro aus einem großen Landesinvestitionsprogramm erhalten. Die Mittel stammen aus einem 31,2-Milliarden-Euro-Programm, das die öffentliche Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen flächendeckend modernisieren soll. Lokale Verantwortungsträger begrüßen die Förderung, weisen jedoch auf langfristige Herausforderungen hin.
Der zwölfjährige Plan der Landesregierung umfasst 21,1 Milliarden Euro aus dem Bundessondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität". Von den insgesamt 31,2 Milliarden Euro fließen 10 Milliarden direkt an die Kommunen. Die Hälfte dieser Summe ist für Bildungsinfrastruktur vorgesehen, während 20 Prozent in energetische Sanierungen und Klimaschutzmaßnahmen investiert werden sollen.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs betonte den dringenden Handlungsbedarf nach Jahrzehnten der Unterfinanzierung. Schulen, Verkehrsnetze und der Zivilschutz müssten Priorität haben, so Heinrichs. Gleichzeitig warnte er, dass die Förderstruktur zusätzliche Bürokratie schaffen und die lokalen Bedürfnisse möglicherweise nicht vollständig abdecken könnte.
Stadtdirektor und Kämmerer Michael Heck wird dem Stadtrat in Kürze einen detaillierten Finanzbericht vorlegen. Er verwies darauf, dass Kommunen in der Regel fast 80 Prozent der Infrastrukturkosten selbst tragen. Die neuen Mittel würden die stark belasteten Haushalte spürbar entlasten, so Heck.
Das Investitionsprogramm sieht zudem vor, bestehende Förderprogramme dauerhaft zu verankern und neue Initiativen einzuführen. Damit soll die langfristige Planung für Straßen, Schulen und öffentliche Einrichtungen mehr Stabilität erhalten.
Mönchengladbachs Anteil an den Fördergeldern wird vor allem in die Bereiche Bildung und Verkehr fließen. Wie Heinrichs jedoch anmerkte, bleiben die Komplexität des Systems und die anhaltende Unterfinanzierung zentrale Hürden. Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, die 149 Millionen Euro in den kommenden zwölf Jahren zielgerichtet einzusetzen.






