21 March 2026, 16:16

Mona Neubaur fordert härtere Gesetze gegen Deepfakes nach Fall Collien Fernandes

Eine Frau in einem weißen Hemd steht vor einem Gebäude mit einem Zitat über die Unterstützung von Opfern von Extremismus, mit einem Logo in der rechten unteren Ecke.

Mona Neubaur fordert härtere Gesetze gegen Deepfakes nach Fall Collien Fernandes

Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, hat sich zu der dringenden Notwendigkeit schärferer Gesetze gegen Deepfakes geäußert. Sie lobte die Schauspielerin Collien Fernandes dafür, dass sie an die Öffentlichkeit ging, nachdem sie Opfer von nicht konsensualer Deepfake-Pornografie geworden war. Neubaur warnte, dass solche Fälle längst keine Seltenheit mehr seien und schnelleres juristisches Handeln erforderten.

Der Fall Fernandes hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt, nachdem explizite Deepfake-Videos von ihr im Internet verbreitet wurden. Neubaur nannte sie eine "mutige Frau", deren Entscheidung, öffentlich zu sprechen, anderen Betroffenen ein starkes Signal sende. Die Politikerin betonte, dass digitale Gewalt genauso ernst genommen werden müsse wie körperliche Übergriffe.

Neubaur wies auf erhebliche rechtliche Lücken im Umgang mit Deepfakes hin und schlug Reformen vor. Sie fordert eine Aktualisierung des Sexualstrafrechts, um digitale und physische Gewalt gleichzustellen. Ein weiterer Vorschlag war die Einrichtung spezialisierter Gerichte für Sexualstraftaten, die sowohl Online- als auch Offline-Delikte abdecken.

In Spanien sind bereits Fortschritte bei der rechtlichen Verfolgung zu verzeichnen: Im März wurde das Ley Orgánica 1/2024 verabschiedet, das digitale sexualisierte Gewalt – einschließlich Deepfake-Fälle wie den von Fernandes – unter Strafe stellt. Die Regierung hat zudem Aufklärungskampagnen gestartet, während EU-geförderte Maßnahmen wie der Digital Services Act Frauen vor Online-Missbrauch schützen sollen.

Neubauers Forderungen nach Reformen unterstreichen die wachsende Bedrohung durch Deepfakes und die Notwendigkeit schnellerer rechtlicher Reaktionen. Spaniens jüngste Gesetze und EU-Initiativen zeigen zwar Fortschritte, doch die Politikerin besteht darauf, dass noch mehr getan werden muss. Der Fall Collien Fernandes bleibt ein zentrales Beispiel dafür, warum stärkerer Schutz dringend erforderlich ist.

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