19 March 2026, 12:12

Moers bewahrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Schirmherrschaft der Bürgermeisterin

Schwarzes und weißes Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländer, Säulen, Tür und Wand.

Moers bewahrt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Schirmherrschaft der Bürgermeisterin

Neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" in Moers erschienen

Die Broschüre ist ab sofort für drei Euro an öffentlichen Einrichtungen in Moers erhältlich. Sie dokumentiert die wenigen noch sichtbaren Zeugnisse jüdischen Lebens in der Stadt und soll das historische Gedächtnis bewahren.

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Bürgermeisterin Christin Zupancic begrüßte kürzlich Vorstandsmitglieder des Vereins im Rahmen eines Treffens, das den Beginn ihrer Schirmherrschaft markierte. Sie betonte ihr Engagement für die Erinnerung an die jüdische Vergangenheit Moers' und den Kampf gegen Antisemitismus. Bei der Veranstaltung wurde auch die starke überregionale Vernetzung des Vereins hervorgehoben, die dazu beitrug, die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille in die Stadt zu holen.

Die Einbindung jüngerer Generationen bleibt ein zentrales Anliegen des Vereins. Lehrer Daniel Schirra und sein ehemaliger Schüler Julian Müller spielen eine Schlüsselrolle dabei, die Arbeit des Vereins an Schulen bekannt zu machen. Die Organisation arbeitet regelmäßig mit lokalen Schülerinnen und Schülern zusammen, um das Bewusstsein für jüdische Geschichte zu stärken.

Moers ist mit bedeutenden Preisträgern der Buber-Rosenzweig-Medaille verbunden, darunter Heinz Kremers und Nikolaus Schneider. Die Auszeichnung, die 1986 erstmals in München verliehen wurde, ging seitdem auch an Städte wie Köln, wo Christian Rutishauser sie in diesem Jahr erhielt.

Die Broschüre bietet einen detaillierten Einblick in das jüdische Erbe Moers' – von den Anfängen der Gemeinde bis zu den Folgen der Deportationen. Mit der Unterstützung von Bürgermeisterin Zupancic setzt sich der Verein weiterhin für Aufklärung und die Bekämpfung von Antisemitismus ein. Die Publikation liegt nun an verschiedenen öffentlichen Orten für Interessierte der lokalen Geschichte aus.

Quelle