29 April 2026, 05:23

Massiver Protest in Hamm: Umweltaktivisten kämpfen gegen neue Gaskraftwerke

Eine große Gruppe von Menschen marschiert mit Protestschildern und Fahnen eine Straße entlang, mit einem Fahrzeug im Vordergrund und Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Massiver Protest in Hamm: Umweltaktivisten kämpfen gegen neue Gaskraftwerke

Umweltbündnis plant Protest in Hamm am 30. Mai gegen Reiches Gas-Kraftwerkspläne

Ein Bündnis aus Umweltorganisationen wird am 30. Mai in Hamm eine Demonstration abhalten. Die Kundgebung richtet sich gegen die Pläne von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, neue Gaskraftwerke zu bauen. Die Veranstalter fordern stattdessen einen beschleunigten Ausstieg aus fossilen Energien und den Umstieg auf erneuerbare Energien.

Die Demonstration beginnt um 12 Uhr und wird von Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, Campact und Fridays for Future unterstützt. Die Teilnehmer werden sich zunächst zu einer symbolischen Windradformation aufstellen, bevor sie zum Kraftwerk Gersteinwerk ziehen.

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Die Kritik an Reiches Politik ist scharf. Verena Graichen, politische Geschäftsführerin des BUND, wirft der Ministerin vor, wie eine Lobbyistin der fossilen Industrie zu handeln. Zudem begünstigten ihre Pläne vor allem Konzerninteressen – etwa die von RWE. Mira Jäger, Energieexpertin bei Greenpeace, argumentiert, dass Reiches Unterstützung für Öl- und Gasheizungen sowie Milliardeninvestitionen in neue Gaskraftwerke die Energiesouveränität Deutschlands untergraben. Jäger betont, dass erneuerbare Energien die Abhängigkeit von autoritären Regimen verringern könnten.

Die Demonstranten fordern einen schnelleren Umstieg auf saubere Energien. Ihre Botschaft ist klar: Gaskraftwerke dürfen den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen nicht verzögern. Der Protest soll die Regierung unter Druck setzen, die Gasausbaupläne aufzugeben. Stattdessen verlangen die Organisatoren sofortige Investitionen in Wind-, Solar- und andere erneuerbare Alternativen. Die Veranstaltung spiegelt den wachsenden Widerstand gegen eine Politik wider, die als Verlängerung der fossilen Abhängigkeit kritisiert wird.

Quelle