05 June 2026, 09:54

Mainzer Fastnacht: Wie eine Tradition die Stadt seit 1814 prägt

Mainzer Fasching seit 1814: Ursprünge und ursprüngliche Bedeutung des großen Mainzer Volksfestes auf einer Tour erkundet

Mainzer Fastnacht: Wie eine Tradition die Stadt seit 1814 prägt

Mainzer Fastnacht – eine Tradition, die die Stadt prägt

Am 11. November fällt offiziell der Startschuss für die Mainzer Fastnacht, eines der prägendsten Feste der Stadt. Bis Aschermittwoch beleben Umzüge, Maskenbälle und scharfsinnige Satire die Straßen. Die Wurzeln dieser Tradition reichen Jahrhundert zurück und formen bis heute das lokale Kulturleben.

Ihre heutige Gestalt nahm die Fastnacht Anfang des 19. Jahrhunderts unter französischer Besatzung an. Bereits 1837 war der Krähwinkler Landsturm-Umzug – heute als Vorläufer der heutigen Rosenmontagszüge gesehen – ein Höhepunkt. Auch die politisch-literarische Büttenrede, eine spöttische Ansprache, die Autoritäten auf die Schippe nimmt, entstand vermutlich hier und festigte Mainzs Ruf für frechen Humor.

Doch die Fastnacht beschränkt sich nicht auf eine einzige Saison. Hunderte Karnevalsvereine und Garden sind das ganze Jahr über aktiv, veranstalten Events und bewahren Bräuche. Zwar beginnt die offizielle Kampagne am 1. Januar, doch der Geist der Fastnacht verblasst nie ganz.

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Wer mehr erfahren möchte, kann am 12. November an einer Führung teilnehmen. Unter dem Titel „Meenzer Fastnacht seit 1814“ geleitet Franz Winkler, Major der Mainzer Kleppergarde, durch die Geschichte des Festes. Der Rundgang verspricht Einblicke, wie der Karneval zum pulsierenden Herzstück der Stadt wurde.

Die Mainzer Fastnacht bleibt ein Eckpfeiler der lokalen Identität – eine Mischung aus Satire, Spektakel und Gemeinschaft. Die anstehende Führung und die monatelangen Feierlichkeiten werden ihr reiches Erbe erneut in den Mittelpunkt rücken. Vom Auftakt im November bis zu den letzten Aschermittwoch-Feiern wird die Stadt von der Energie einer Tradition erfasst, die sich nicht in Vergessenheit schieben lässt.

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