15 March 2026, 06:32

Kürbis-Suppenfest in Wiesbaden feiert Kunst und Gemeinschaft im Kurpark

Eine Collage aus vier Fotos, die den Prozess des Kocheins zeigen: Gemüse wird in einer Schüssel gehackt, Zutaten werden hinzugefügt, eine Mischung aus Gemüse im Topf und die fertige Suppe, die serviert werden kann.

Kürbis-Suppenfest in Wiesbaden feiert Kunst und Gemeinschaft im Kurpark

Kürbis-Suppenfest in Wiesbaden: Kunst, Natur und Gemeinschaft im Kurpark

Eine kleine, aber lebhafte Gruppe versammelte sich am Samstagmorgen im Wiesbadener Kurpark zum alljährlichen Kürbis-Suppenfest. Rund zwei Dutzend Besucher kamen zusammen, um ein buntes Fest aus Kunst, Natur und Gemeinschaft zu feiern. Im Mittelpunkt stand dabei eine berühmte Kürbisskulptur, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem lokalen Wahrzeichen geworden ist.

Die Skulptur, ein einzigartiges Kunstwerk der Künstlerin Sarah Sze, entstand 2004 im Rahmen des Wiesbadener "Kunstsommers". Ursprünglich auf dem Dern'schen Gelände platziert, wurde sie später auf Wunsch der Anwohner neben den Wochenmarkt verlegt. Im Laufe der Jahre hat sich das Werk verändert: Das einst leuchtende Orange ist zu einem schlichten Grau verblasst, Moos überzieht die Oberfläche, und Wettereinflüsse haben seine Erscheinung geprägt. 2015 beschädigten Vandalismus Teile der Struktur, die anschließend repariert werden mussten. 2023 standen vor allem konservatorische Maßnahmen im Fokus, um die bronzenen Elemente vor weiterem Rost zu schützen.

Die Skulptur selbst ist eine lebendige Verbindung von Natur und Kunst. Jährlich ranken Kürbispflanzen in die Drahtgerüste hinein und schaffen so ein sich ständig wandelndes Bild. Mittlerweile ist sie der meistfotografierte Ort Wiesbadens und zieht das ganze Jahr über Besucher und Künstler an.

Beim Fest tauschten die Gäste Rezepte aus – von Hokkaido-Kürbissen bis hin zu Kreationen mit Riesling und Champagner. Wer die gespendete Kürbissuppe kosten wollte, musste zuvor die Ode an den Kürbis anstimmen, was der Veranstaltung eine spielerische Note verlieh. Die Kulisse des Kurparks mit seinen leuchtend orangen Kürbissen vor historischer Architektur unterstrich den besonderen Charme des Tages.

Die Organisatoren beschrieben das Fest als eine Feier des Gebens und Nehmens, die Generationen, Kulturen und Geschmäcker verbindet. Die Kürbisskulptur, längst ein Symbol für den kreativen Geist der Stadt, bildete den perfekten Rahmen für diesen Anlass.

Das Kürbis-Suppenfest vereinte Tradition, Kunst und bürgerschaftliches Engagement. Die Veranstaltung unterstrich nicht nur die anhaltende Faszination für das Kunstwerk, sondern festigte auch dessen Rolle als kultureller Treffpunkt in Wiesbaden. Dank laufender Erhaltungsmaßnahmen wird die Skulptur auch in den kommenden Jahren ein beliebtes Wahrzeichen der Stadt bleiben.

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