15 March 2026, 04:08

Kriminelles Netzwerk für illegale Müllentsorgung in NRW zerschlagen

Ein Schild am Straßenrand trägt die Aufschrift "Melden Sie illegale Müllablagerungen und Verschmutzungen" mit Bäumen und Pflanzen im Hintergrund und einer Tafel mit Text im Vordergrund.

Kriminelles Netzwerk für illegale Müllentsorgung in NRW zerschlagen

Großrazzia in Nordrhein-Westfalen: Kriminelles Netzwerk für illegale Müllentsorgung aufgedeckt

In Nordrhein-Westfalen hat sich eine großangelegte Ermittlung gegen illegale Abfallentsorgung entwickelt, nachdem Behörden ein kriminelles Netzwerk aufspürten, das mit gefährlichen Abfällen handelte. Auf einem Gewerbegebiet in Selfkant, nahe der niederländischen Grenze, wurden rund 23.000 Tonnen belasteter Erde illegal abgelagert.

Die seit über eineinhalb Jahren laufenden Ermittlungen konzentrieren sich auf einen Abfallvermittler aus Unna. Dem Verdächtigen wird nun vorgeworfen, illegale Entsorgungsanlagen betrieben, mit gefährlichen Stoffen unsachgemäß umgegangen und Betrug organisiert zu haben. Den Ermittlern zufolge sollen der Beschuldigte und seine Komplizen seit Januar 2024 giftige Abfälle angenommen, vermischt und umetikettiert haben, um Kunden und Behörden zu täuschen.

Bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs des Verdächtigen beschlagnahmten Beamte 120.000 Euro in bar, 200 Gramm Gold und weitere Wertgegenstände. Der Mann, der angeblich als "freier Berater" für ein Recyclingunternehmen in Soest tätig war, ist bereits wegen Bestechung, Steuerhinterziehung und seiner Verstrickung in einen früheren Fall im Zusammenhang mit der BP-Raffinerie in Gelsenkirchen vorbestraft.

Die illegalen Machenschaften erstrecken sich vermutlich auf mehrere Standorte, darunter auch den Tagebau Garzweiler. Mehrere Entsorgungs-, Transport- und Baufirmen stehen im Verdacht, in das System verwickelt zu sein. Unterdessen leiten die Behörden in Gelsenkirchen Schritte ein, um Hersteller und Lieferanten nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz für die unsachgemäße Abfallentsorgung zur Verantwortung zu ziehen.

Der Fall zeigt das Ausmaß illegaler Abfallgeschäfte in der Region. Die Ermittler prüfen weiterhin die Reichweite des Netzwerks, wobei mehrere Unternehmen unter Beobachtung stehen. Der Hauptverdächtige bleibt in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen ausgeweitet werden.

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