Kreis Euskirchen testet Krisenmanagement bei simuliertem Erdbeben der Stärke 6,5
Ivana SchleichKreis Euskirchen testet Krisenmanagement bei simuliertem Erdbeben der Stärke 6,5
Kreis Euskirchen führt großangelegte Katastrophenübung durch
Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, um seine Fähigkeiten im Krisenmanagement zu testen. Das Szenario sah ein schweres Erdbeben der Stärke 6,5 vor, das den nördlichen Teil des Kreises trifft. Ziel der Übung war es, die Einsatzfähigkeit der Führungsstäbe bei einer Großschadenslage zu bewerten.
Die Übung wurde gemeinsam vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dem Kreis Euskirchen entwickelt und basierte auf der Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019. Rund 100 ehrenamtliche und hauptberufliche Einsatzkräfte nahmen teil, darunter Feuerwehrleute aus der Stadt Mechernich.
Der Führungsstab, der auf der Führungsebene D nach Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 operierte, bildete das taktische und operative Zentrum. Er setzte sich aus Einsatzkräften aller kommunalen Feuerwehren des Kreises sowie Fachberatern zusammen. Acht Mitglieder der Feuerwehr Mechernich übernahmen dabei Schlüsselrollen im Team.
Geprüft wurden unter anderem die schnelle Verlegung von Personal, die Priorisierung von Ressourcen, der Aufbau der Kommunikation sowie die Koordination zwischen verschiedenen Behörden und Hilfsorganisationen. Auch logistische Herausforderungen wie die Evakuierung von Anwohnern und der Transport von Verletzten standen im Fokus.
Landrat Markus Ramers zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Übung. Er bezeichnete sie als einen wichtigen Schritt zur Stärkung nachhaltiger Strukturen im Krisenmanagement. Die Übung habe wertvolle praktische Erfahrungen für den Umgang mit großflächigen Katastrophen in der Region geliefert.
