Krefelds HSG kämpft um den Klassenerhalt – und gegen die Uhr in der Yayla Arena
Julian NetteKrefelds HSG kämpft um den Klassenerhalt – und gegen die Uhr in der Yayla Arena
HSG Krefeld empfängt am Samstag ein entscheidendes Heimspiel in der Yayla Arena – es ist bereits der vierte Auftritt der Mannschaft in dieser Saison an dieser Stätte. Der Zweitligist kämpft gegen den Abstieg, und jeder Punkt ist nun von existenzieller Bedeutung. Doch die Arena steht vor einer logistischen Herausforderung: Sollte die Eishockey-Serie länger dauern, bleiben nur 19 Stunden, um die Spielstätte von einer Eishalle in eine Handball-Arena umzuwandeln.
Unmittelbar nach dem Ende des Eishockeyspiels beginnt der Umbau. Ein 15-köpfiges Team wird die ganze Nacht arbeiten, um die Schutzscheiben abzubauen und das Eis abzudecken. Bis Samstagmorgen, 8 Uhr, muss der neue Handballboden vollständig verlegt sein – bei konstanter Raumtemperatur von 18°C, damit die Oberfläche optimal abbindet.
Das Wochenendspiel gegen West Derby und Dormagen wird vor Rekordkulisse stattfinden: Über 5.000 Fans werden erwartet, fast doppelt so viele wie bei den bisherigen Top-Spielen, die meist zwischen 2.500 und 3.000 Zuschauer anzogen. Die Yayla Arena hat sich für Krefeld zu einem zentralen Austragungsort entwickelt, auch wenn sich der Verein noch an das Leben in der zweiten Liga gewöhnen muss.
Für den Club geht es um alles. Ein Sieg könnte den Sprung aus der Abstiegszone bedeuten, eine Niederlage würde die Krise vertiefen. Der nächtliche Kraftakt und die ausverkauften Ränge erhöhen den Druck auf diese ohnehin schon brisante Partie.
Der rasante Umbau und der Zuschauerandrang unterstreichen die Bedeutung des Spiels. Falls die Eishockey-Serie ihre maximale Spieldauer ausschöpft, bleibt dem Team nur ein enges Zeitfenster, um die Halle vorzubereiten. Krefelds Leistung am Samstag könnte über den Verbleib in der Liga entscheiden.






