25 June 2026, 14:09

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten drohen hohe Strafen und Schadensersatz

Festgehalten am Flughafen - Aktivisten angeklagt

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten drohen hohe Strafen und Schadensersatz

Klimaschutzaktivisten sehen sich nach zwei Protestaktionen am Flughafen Köln/Bonn in diesem Sommer mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs wurden Anzeigen beim Amtsgericht Köln erstattet. Die Vorfälle führten zu erheblichen Behinderungen des Flugbetriebs sowie zu finanziellen Verlusten für den Flughafen und die Fluggesellschaften.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Am 24. Juli 2024 sollen sich fünf Aktivisten auf eine Startbahn geklebt haben, wodurch der Flugverkehr für drei Stunden zum Erliegen kam. Jeder der Beteiligten muss nun mit Kosten in Höhe von etwa 4.100 Euro rechnen.

Am 15. August blockierten zwei Demonstranten eine Zufahrtsstraße zu einer Startbahn, was zu einer etwa einstündigen Unterbrechung des Flugbetriebs führte. Beide sehen sich nun Forderungen von knapp 3.250 Euro gegenüber.

Insgesamt werden sechs Personen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs im Zusammenhang mit den beiden Vorfällen belangt. Über die Einleitung eines förmlichen Verfahrens wurde noch nicht entschieden, ein Prozesstermin steht ebenfalls noch aus.

Die Fluggesellschaft Eurowings kündigte an, Schadensersatz für ihre Verluste geltend zu machen. Die Airline beziffert ihren Schaden auf fast 284.000 Euro. Auch die Flughafenbetreiber Köln/Bonn behalten sich vor, Forderungen zu stellen – die vorläufigen Verluste werden auf etwa 125.000 Euro geschätzt.

Die Proteste führten zu finanziellen Forderungen sowohl des Flughafens als auch von Eurowings. Sechs Personen müssen sich nun wegen ihrer Aktionen rechtlich verantworten. Die Behörden prüfen weiterhin das volle Ausmaß der Schäden und Störungen.

Quelle