Karsten Wöllner bricht sein Schweigen zum Kult-Meme "Was ist los mit Karsten?"
Edit NiemeierKarsten Wöllner bricht sein Schweigen zum Kult-Meme "Was ist los mit Karsten?"
Karsten Wöllner, der Mann hinter dem viral gegangenen Meme "Was ist los mit Karsten?", hat sich in einem neuen YouTube-Video zu dem Vorfall geäußert. Die Szene, die 2007 während einer Fernsehsendung aufgenommen wurde, zeigt, wie er gegen eine Wand läuft – ein Moment, der später zum Internetphänomen wurde.
Der Vorfall ereignete sich bei den Dreharbeiten zur ProSieben-Serie "Wildes Wohnzimmer". Wöllner, der an Diabetes erkrankt ist, erlitt einen plötzlichen Blutzuckerabfall, den er als ein "Abbremsen seines Körpers" beschreibt. Das Team kümmerte sich sofort um ihn und sorgte dafür, dass er kurz nach dem Sturz etwas aß.
Jahre später tauchte der Clip als Meme wieder auf – für Wöllner eine frustrierende Erfahrung, da Schüler ihn verspotteten und eine Gruppe sogar vorgab, Anwälte zu sein, um die Löschung des Videos zu fordern. Zudem bedauert er, dass die synchronisierte Fassung der Sendung seine damlige gesundheitliche Situation nicht deutlicher erklärt hätte.
Mit der Zeit wandelte sich die öffentliche Wahrnehmung von Spott zu Mitgefühl, insbesondere nach seinem emotionalen Monolog aus dem Jahr 2016, in dem er über finanzielle Not sprach und der ebenfalls viral ging. Bis 2020 hielten TikTok-Revivals, Remixe und Merchandise-Artikel das Meme am Leben und verbanden es mit größeren Debatten über prekäre Lebensumstände. Heute bereut Wöllner, die durch das Meme entstandene Bekanntheit nicht früher genutzt zu haben, um über Diabetes aufzuklären. Er glaubt, er hätte unterstützende Inhalte schaffen können – ähnlich wie "7 vs. Wild" –, um anderen Betroffenen zu helfen.
Aus einem Scherz wurde mit der Zeit ein Symbol für Widerstandsfähigkeit. Wöllner hat sich mittlerweile mit dem kulturellen Erbe des Memes arrangiert, blickt aber auch auf verpasste Chancen zurück, über Diabetes aufzuklären. Seine Geschichte bleibt online präsent – eine Mischung aus Humor und echten Lebenskämpfen.






