JVA Willich I erweitert mit 6.500 Quadratmetern und 368 neuen Haftplätzen
Albin KeudelJVA Willich I erweitert mit 6.500 Quadratmetern und 368 neuen Haftplätzen
Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen schließt großen Ausbau ab – über 6.500 Quadratmeter neue Nutzfläche
Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Willich I in Nordrhein-Westfalen hat einen umfangreichen Ausbau abgeschlossen und damit über 6.500 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche geschaffen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt bei der Modernisierung des Strafvollzugs in der Region. Der Abriss veralteter Gebäude wurde wie geplant im vergangenen Sommer abgeschlossen und ebnete den Weg für den Neubau.
Neubau mit 368 Haftplätzen als Herzstück der Erweiterung Im Mittelpunkt der Erweiterung steht das Haftgebäude 2 mit einer Fläche von rund 6.000 Quadratmetern. Es verfügt über zwei symmetrische Flügel, die jeweils bis zu vier Stockwerke hoch sind, und bietet insgesamt 368 Zellen – darunter Einzel- und Gemeinschaftszellen sowie zwei barrierefreie Einheiten für eine verbesserte Zugänglichkeit.
Das neue Gebäude wird 368 männliche Gefangene im geschlossenen Vollzug aufnehmen. Es ist durch neu errichtete Verbindungsbauten direkt mit bestehenden Werkstätten und einem Multifunktionsgebäude verbunden. Sobald der gesamte Komplex voll operational ist, wird die JVA Willich I über 768 Haftplätze verfügen. Nach Abschluss aller Bauphasen wird der Standort Willich insgesamt 1.170 Plätze bieten.
Modernisierte Infrastruktur auf 27.000 Quadratmetern Das 27.000 Quadratmeter große Gelände umfasst nun zwei Haftgebäude, Werkstätten sowie ein Multifunktionsgebäude. Die Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) führt zudem Erweiterungen an den Werkstätten und der Mehrzweckhalle durch. Im Rahmen der zweiten Bauphase entstand außerdem eine große Freiluft-Sportanlage.
Rehabilitation im Fokus: Bildung, Ausbildung und Resozialisierung Die Gestaltung der neuen Anlagen folgt modernen resozialisierenden Ansätzen mit Schwerpunkt auf Bildung, Berufsausbildung und Wiedereingliederung. Werkstätten und Gemeinschaftsbereiche sollen die Gefangenen gezielt auf ein Leben nach der Entlassung vorbereiten.
Mit dem abgeschlossenen Ausbau erhöht sich die Gesamtkapazität der JVA Willich I auf 768 Haftplätze. Die modernisierten Einrichtungen entsprechen den Zielen Nordrhein-Westfalens für einen wirksameren und humaneren Strafvollzug. Das Projekt setzt zudem Maßstäbe für künftige Gefängnisneubauten in der Region.






