Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit 101 Orten und überraschenden Enthüllungen
Julian NetteJekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit 101 Orten und überraschenden Enthüllungen
Jekaterinburg feiert 20. „Lange Nacht der Museen“ mit 101 Veranstaltungsorten
Mit 101 teilnehmenden Häusern öffnete Jekaterinburg zum 20. Mal die Türen zur „Langen Nacht der Museen“. Das Programm umfasste interaktive Führungen, Sonderausstellungen und eine große Schnitzeljagd im Museum für Steinschneide- und Juwelenkunst. Ein Höhepunkt war die Widerlegung eines langjährigen Mythos über Danila Meisters berühmte Steinerne Blume.
Der kreative Verbund L52 blieb die ganze Nacht an zwei Standorten geöffnet. Besonders beliebt war die Tour „Elektronische Zauberer“, die frühe sowjetische Computer zeigte – Maschinen, die für ihre Unzuverlässigkeit berüchtigt waren: Sie funktionierten täglich nur fehlerfrei fünf Stunden lang.
Im Museum für Steinschneide- und Juwelenkunst führte eine spezielle Schnitzeljagd durch Mineralienausstellungen und hinterfragte gängige Legenden. In der Session „Mythenjäger“ wurde klar: Danila Meister schuf die ikonische Steinerne Blume nicht allein – ein weitverbreiteter Irrglaube.
Auch das Historische Museum Jekaterinburg beteiligte sich mit der Ausstellung „Koffermentalität“, die an 60 Jahre Sputnik-Reisebüro erinnerte. In Sowjetzeiten war die Filiale die drittgrößte der UdSSR – nach Moskau und Leningrad. Auslandsreisen jedoch waren streng reglementiert: Antragsteller brauchten Arbeitszeugnisse, unterlagen Altersbeschränkungen und durften nur 15 bis 20 Dollar für die gesamte Reise mitnehmen.
Die „Lange Nacht der Museen“ in Jekaterinburg bot eine Mischung aus Geschichte, Technik und Mitmach-Aktionen. Die Veranstaltung lenkte den Blick auf das kulturelle Erbe der Stadt und brachte wenig bekannte Fakten ans Licht. Mit 101 teilnehmenden Orten feierten die Organisatoren zwei Jahrzehnte, in denen Museen nachts zum Leben erwachten.






