30 April 2026, 12:15

Interreligiöser Dialog in Aachen: Glauben als Brücke für Frieden in Europa

Eine historische Landkarte Mitteleuropas aus dem Jahr 1618, die die religiöse Landschaft der Region mit detaillierten Textanmerkungen zeigt.

Interreligiöser Dialog in Aachen: Glauben als Brücke für Frieden in Europa

Interreligiöser Dialog in Aachens historischem Krönungssaal

Am 30. Oktober 2025 fand im historischen Krönungssaal von Aachen ein interreligiöser Dialog statt. Die Veranstaltung brachte religiöse Führungspersönlichkeiten zusammen, um über die Rolle des Glaubens bei der Förderung des Friedens in Europa zu diskutieren. Fast 300 Teilnehmer füllten den Saal, sodass zusätzliche Sitzplätze bereitgestellt werden mussten.

Der Dialog war Teil der Reihe Aachener Interreligiöser Dialog, organisiert von der Internationalen Karlspreis-Stiftung Aachen. Zu den Teilnehmern zählten Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Kardinal Reinhard Marx und der islamische Theologe Mouhanad Khorchide. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche stand der Einfluss der Religion in Europa und ihr Potenzial, ein friedliches Zusammenleben zu fördern.

Kardinal Marx warnte davor, den Glauben als Rechtfertigung für Konflikte zu missbrauchen. Er betonte die Notwendigkeit, wachsam zu sein, um religiöse Spaltungen zu verhindern. Oberrabbiner Goldschmidt hingegen hob die gemeinsamen demokratischen Werte hervor, die im Judentum, Christentum und Islam verwurzelt sind.

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Mouhanad Khorchide unterstrich diese Botschaft, indem er auf die gemeinsamen Prinzipien der abrahamitischen Religionen verwies. Er betonte die Nächstenliebe und das Streben nach Harmonie als zentrale Lehren. Die Veranstaltung wurde von Studios NRW aufgezeichnet und bleibt bis zum 30. Oktober 2027 online abrufbar.

Das Treffen in Aachen bot eine Plattform für einen offenen Austausch über Glauben und Gesellschaft. Die religiösen Führungspersönlichkeiten bekräftigten ihr Engagement für den Dialog als Mittel zur Stärkung des gegenseitigen Verständnisses. Die aufgezeichneten Sitzungen werden in den nächsten zwei Jahren weiterhin ein Publikum erreichen.

Quelle