"Hast du gepupst?"-Tag: Warum Deutschland am 5. Februar Blähungen feiert
Anika Thies"Hast du gepupst?"-Tag: Warum Deutschland am 5. Februar Blähungen feiert
Jedes Jahr am 5. Februar begeht Deutschland den "Hast du gepupst?"-Tag – eine humorvolle Feier der Blähungen als natürliche Körperfunktion. Der ungewöhnliche Feiertag teilt sich das Datum mit dem amerikanischen Nationalen Furztag, doch seine genauen Ursprünge liegen im Dunkeln. Über den Spaß hinaus rankt sich um den Anlass sogar ein kultureller Mythos: Die Tatuyo, ein indigenes Volk in Kolumbien, erzählen sich, dass die Entstehung von Ton auf eine Begegnung mit einem "windigen" Geist zurückgeht.
Ins Leben gerufen wurde der Tag 2006 von Bastian Melnyk, einem deutschen Illustrator und Karikaturisten. Sein Ziel war simpel: Ein Körpervorgang, der oft mit Scham belegt wird, sollte enttabuisiert werden. Warum ausgerechnet der 5. Februar gewählt wurde – und warum er mit der US-Version zusammenfällt –, ist jedoch nicht überliefert.
Blähungen haben sogar Karrieren inspiriert. Der britische Künstler Mr. Methane wurde als "professioneller Furzer" bekannt und verband in seinen Auftritten Comedy mit musikalischen Einlagen. Und die Folklore trägt ihr Übriges bei: Die Tatuyo berichten von einem Geist, dessen "luftige" Begegnung ein Loch in die Erde riss – aus dem angeblich Ton quoll.
Der 5. Februar ist ein vielbeschäftigter Tag für skurrile Feiertage. In den USA werden an diesem Datum auch der Tag der Wetteransager und der Welt-Nutella-Tag begangen – Beweis dafür, dass im Kalender Platz ist für Absurdes wie für Süßes. Der "Hast du gepupst?"-Tag wächst weiter als verspielter Appell, natürliche Körperfunktionen nicht als Tabu zu behandeln. Mit Bezügen zu Popkultur, Bühnenkunst und uralten Mythen verbindet der Feiertag Humor mit einer Prise Geschichte. Vorerst bleibt er ein Februar-Highlight – neben Nutella und Wettervorhersagen – in Deutschlands Sammlung kurioser Gedenktage.






