25 March 2026, 14:11

Großrazzia im Ruhrgebiet: Drei Festnahmen wegen organisierter Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung

Plakat mit der Aufschrift "Operation Double Trouble: US-Geldkurier" zeigt eine Karte der USA, die in zwei Abschnitte unterteilt ist, wobei der eine die Routen der US-Geldkurier und der andere die Standorte der Geldträger zeigt.

Großrazzia im Ruhrgebiet: Drei Festnahmen wegen organisierter Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung

Großrazzia gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung im Ruhrgebiet

Am 24. März 2026 fand im nordrhein-westfälischen Ruhrgebiet eine großangelegte Razzia gegen undeclarierte Beschäftigung und Steuerhinterziehung statt. Polizei und Zollbeamte führten im Rahmen der Aktion 37 Durchsuchungsbefehle gegen einen Logistik-Subunternehmer aus. Drei Festnahmen erfolgten im Zusammenhang mit dem Verdacht auf organisierte Kriminalität und Lohnbetrug.

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Die Ermittlungen hatten bereits Anfang März begonnen, als die Finanzkontrolle Schwarzarbeit bundesweit über 670 Bauunternehmen überprüfte. Auffällig wurden Fälle, in denen der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde nicht gezahlt wurde – daraus resultierten 340 Strafverfahren und 500 Bußgelder. Die Behörden richteten ihren Fokus anschließend auf einen Logistikdienstleister, dem vorgeworfen wird, Kurierfahrer systematisch in bar entlohnt und dabei Sozialabgaben vorenthalten zu haben.

An dem Aktionstag waren Hunderte Beamte von Zoll, Polizei und Staatsanwaltschaft im Einsatz. Unterstützt wurden sie von der Bundespolizei und einer Spezialeinheit des Zolls. Die Operation wurde von ZeFin NRW, dem Hauptzollamt Duisburg und dem Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW (LBF NRW) koordiniert. Drei Haftbefehle wurden gegen einen 39-jährigen Hauptverdächtigen, einen 29-jährigen Mann und eine 26-jährige Frau vollstreckt, die alle der kriminellen Vereinigung zugerechnet werden.

Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten oder sicherten die Ermittler 174.000 Euro Bargeld sowie sechs elektrische Lastenräder im Rahmen von Vermögensabschöpfungsmaßnahmen. Zudem wurden Dokumente und Datenträger sichergestellt, deren Auswertung nun erfolgt, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden. Den Beschuldigten drohen zusätzliche Anklagen wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit ihren mutmaßlichen Straftaten.

Die Aktion stellt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen illegale Beschäftigung und Wirtschaftskriminalität in der Logistikbranche dar. Die Behörden werten die beschlagnahmten Beweismittel weiter aus; mit weiteren rechtlichen Schritten gegen die Beteiligten ist zu rechnen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Lohnstandards durchzusetzen und Steuerbetrug in der deutschen Gig-Economy zu bekämpfen.

Quelle