14 April 2026, 16:10

Gewaltwelle erschüttert Soester Allerheiligenkirmes mit 13 Körperverletzungen

Eine Gruppe von Menschen steht vor einer größeren Menge, einige tragen Helme und Taschen, andere halten Kameras und Telefone; Einsatzpolizisten sind im Hintergrund bei Bäumen und Laternenpfählen in einem öffentlichen Bereich zu sehen.

Gewaltwelle erschüttert Soester Allerheiligenkirmes mit 13 Körperverletzungen

Am zweiten Tag der Soester Allerheiligenkirmes strömten zwar Scharen von Besuchern auf das Gelände – doch es kam auch zu einem deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle. Die Polizei verzeichnete 13 Körperverletzungen, darunter schwere Verletzungen sowie einen Verdachtsfall von K.-o.-Tropfen-Einsatz.

Einer der schwerwiegendsten Angriffe ereignete sich in der Severinstraße, wo ein 25-jähriger Mann aus Osnabrück mit einer Glasflasche gegen den Kopf geschlagen wurde. Augenzeugen zufolge war der Täter dem Opfer unbekannt; der Verletzte wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Auf der Kurzen Straße wurde zudem ein 37-jähriger Rettungssanitäter von einem 25-jährigen Mann aus Paderborn angegriffen. Unterdessen steht der Verdacht im Raum, dass einer 21-jährigen Frau aus Delbrück auf dem Kirmesgelände K.-o.-Tropfen verabreicht wurden.

Um weitere Straftaten zu verhindern, nahm die Polizei drei Personen in Gewahrsam. Ein 62-jähriger Mann aus Anröchte wurde nach einem Raubüberfall in einer Gaststätte an der Walburgerstraße vorläufig festgenommen. Insgesamt wurden 20 Personen mit einem Platzverbot für das Kirmesgelände belegt.

Die Vorfälle führten zu Festnahmen und mehreren Platzverweisen. Die Ermittlungen zu den Angriffen – insbesondere zum mutmaßlichen Einsatz von K.-o.-Tropfen – laufen weiterhin. Die Kirmes bleibt zwar geöffnet, die Sicherheitsvorkehrungen wurden jedoch deutlich verschärft.

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