30 March 2026, 16:17

Generation Z unzufrieden: Warum junge Deutsche auf Autos und neue Mobilitätslösungen setzen

Menschen auf einem Zebrastreifen mit sichtbaren Autos im oberen linken Eck.

Generation Z unzufrieden: Warum junge Deutsche auf Autos und neue Mobilitätslösungen setzen

Eine neue Studie des ADAC zeigt, wie junge Deutsche Verkehrsmittel bewerten. Fast 8.000 Personen zwischen 16 und 27 Jahren teilten ihre Gewohnheiten und Frustrationen mit den aktuellen Angeboten. Die Ergebnisse offenbaren einen klaren Wunsch nach besseren, flexibleren Mobilitätslösungen.

Nur jeder Zehnte der Befragten ist mit den heutigen Verkehrsoptionen zufrieden. Stattdessen greifen viele auf Alternativen zurück – darunter Autos und neue Technologien –, wenn Züge und Busse ihre Erwartungen nicht erfüllen. Öffentliche Verkehrsmittel bleiben für die meisten eine regelmäßige Wahl: 59 Prozent der Generation Z nutzen sie mindestens einmal pro Woche. Dennoch spielen Autos weiterhin eine zentrale Rolle – 48 Prozent setzen wöchentlich auf sie. Der Trend zum privaten Pkw entsteht oft aus Zuverlässigkeitsproblemen: Viele junge Menschen nennen unberechenbare Zugverbindungen als Hauptgrund für den Umstieg.

Bei der Wahl des Verkehrsmittels stehen Geschwindigkeit, Pünktlichkeit und Kosten an erster Stelle. Komfort und Flexibilität sind wichtiger als Umweltaspekte, die in der Prioritätenliste erst auf Platz 12 landen. Trotzdem wünschen sich 53 Prozent der Befragten ein grüneres Verkehrssystem – auch wenn nur 43 Prozent glauben, dass dies realistisch umsetzbar ist.

Innovative Lösungen finden zunehmend Zuspruch. Über 40 Prozent befürworten Mobility-as-a-Service (MaaS), bei dem verschiedene Verkehrsmittel in einer App gebündelt werden. Weitere 44 Prozent würden autonomes Fahren und digitale Vernetzung begrüßen. Die Studie deutet darauf hin, dass junge Menschen offen für Neuerungen sind – vorausgesetzt, sie erhöhen den Komfort.

Bei der Infrastruktur hinkt die Entwicklung hinterher. In Nordrhein-Westfalen, einschließlich ländlicher Regionen wie dem Kreis Kleve, gab es seit 2020 weder bei der Zuverlässigkeit noch beim Ausbau nennenswerte Fortschritte. Bundeseit stieg die Elektrifizierungsquote der Schienen von 59 Prozent im Jahr 2011 auf nur 61 Prozent bis 2020 – das Ziel von 75 Prozent bis 2030 wirkt ambitioniert. Doch konkrete Daten zu Pünktlichkeit oder politischen Maßnahmen bleiben rar.

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Die Ergebnisse zeigen eine Kluft zwischen den Wünschen der Generation Z und dem aktuellen Angebot der Verkehrsnetze. Zwar nutzen viele weiterhin öffentliche Verkehrsmittel, doch die Unzufriedenheit treibt das Interesse an Autos und technologischen Alternativen voran. Ohne schnellere Verbesserungen bei Zuverlässigkeit und Flexibilität könnten junge Pendler auch künftig vermehrt auf klassische Systeme verzichten – und stattdessen auf moderne Lösungen für ihre täglichen Wege setzen.

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