13 April 2026, 14:15

Gedenkveranstaltung zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht in Meerbusch

Denkmal in einem Stadtplatz für Holocaust-Opfer mit einem Baum davor, einem Topf mit einer Pflanze, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen und Bäumen im Hintergrund.

Gedenkveranstaltung zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht in Meerbusch

Am 9. November 2025 findet eine Gedenkveranstaltung zum 87. Jahrestag der Reichspogromnacht statt. Die Feier beginnt um 18:00 Uhr am Mahnmal auf der Kemperallee in Lank-Latum und würdigt die Opfer des gewaltsamen Pogroms, das sich 1938 in ganz Deutschland ausbreitete.

In der Nacht vom 9. November 1938 wurden während der Reichspogromnacht jüdische Kulturstätten und Geschäfte systematisch zerstört. Jüdinnen und Juden wurden belästigt, angegriffen und in vielen Fällen ermordet – als Teil der koordinierten Angriffe. Die Gräueltaten dieser Nacht bleiben eine erschütternde Mahnung an die Brutalität, der jüdische Gemeinden ausgesetzt waren.

Im Jahr 2003 schuf der Künstler Christoph Willemsen Wiegmann in Lank-Latum ein Mahnmal, um der Opfer zu gedenken. Auch die Stolpersteine in den Stadtteilen Osterath und Lank-Latum erinnern als individuelle Gedenkzeichen an die Opfer des NS-Regimes.

Die diesjährige Veranstaltung wird durch Beiträge von Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirche in Lank sowie der Musikpädagogin Christiane Karagaschki bereichert. Bürgermeister Christian Bommers hält die Gedenkrede und unterstreicht die Bedeutung des Erinnerns.

Die Feier steht allen Bürgerinnen und Bürgern von Meerbusch offen. Die Veranstalter betonen, dass sie ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen und für Toleranz und Menschlichkeit setzen will.

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Die Zeremonie bringt die Gemeinschaft zusammen, um über die Ereignisse der Reichspogromnacht und ihre bis heute nachwirkenden Folgen nachzudenken. Durch die Ehrung der Opfer und die Förderung des Bewusstseins soll die Veranstaltung die Werte des Gedenkens und des Respekts vor allen Menschen wahren.

Quelle