FWG Bergisch Gladbach wählt neuen Vorstand – Kampf gegen steigende Stadtausgaben beginnt
Julian NetteFWG Bergisch Gladbach wählt neuen Vorstand – Kampf gegen steigende Stadtausgaben beginnt
Die Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach (FWG) hat eine neue Führungsspitze gewählt. Bei ihrer jüngsten Wahl wollte die Gruppe ihre Rolle als bürgerorientierte Wählervereinigung stärken. Angesichts steigender Stadtausgaben und der Verwendung öffentlicher Gelder wächst die Besorgnis unter den Einwohnern.
Als neuer Vorsitzender führt nun Rainer Röhr die FWG an. Zuvor war er Fraktionsvorsitzender der Vereinigung. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Willy Bartz ernannt. Dem Vorstand gehören außerdem Sonja Förster, Deborah Pätsch, Brigitte Abel-Freitag, Christian Maimer und Martin Freitag an.
Die FWG hat deutlich gemacht, dass sie die Ausgabenpolitik Bergisch Gladbachs kritisch prüfen wird. Viele Bürger kritisieren, was sie als unnötige Ausgaben betrachten – besonders vor dem Hintergrund, dass sich der Stadthaushalt von 324 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 498 Millionen Euro im Jahr 2026 aufgebläht hat. Auch die Liquiditätskredite haben sich in diesem Zeitraum verdoppelt und stiegen von 150 Millionen auf 296 Millionen Euro.
Ein zentraler Streitpunkt ist der 45-Millionen-Euro-Sonderfonds für Infrastruktur, der der Stadt zugewiesen wurde. Die FWG besteht darauf, dass dieses Geld dringend benötigten Infrastrukturprojekten zugutekommen muss – und nicht zweckentfremdet wird. Gleichzeitig bleiben die Kosten für Kinderbetreuung hoch: Die Gebühren für Kitas liegen bei bis zu 1.220 Euro pro Monat. Landesweite Initiativen für gebührenfreie Kitajahre haben die lokale Belastung kaum verringert.
Die CDU hat Personalabbau und Maßnahmen vorgeschlagen, um Steuererhöhungen bei der Grundsteuer zu vermeiden. Bisher wurden jedoch noch keine konkreten Beschlüsse zu diesen Vorschlägen gefasst.
Mit dem neuen Vorstand will die FWG mehr Transparenz bei der Haushaltsführung der Stadt durchsetzen. Im Fokus bleibt die verantwortungsvolle Verwendung von Geldern wie dem Infrastruktur-Topf. Die Bürger beobachten gespannt, wie Bergisch Gladbach mit den steigenden Kosten und dem Haushaltsdruck umgeht.






