Fußballturnier ohne Schiedsrichter krönt Bergisch Gladbachs Aktionswochen gegen Rassismus
Albin KeudelFußballturnier ohne Schiedsrichter krönt Bergisch Gladbachs Aktionswochen gegen Rassismus
Bergisch Gladbach beendet die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit einem Fußballturnier für Zusammenhalt und Fairness
Kürzlich ging in Bergisch Gladbach die Veranstaltungsserie der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit einem Fußballturnier zu Ende, das Einheit und faires Miteinander in den Vordergrund stellte. Das vom "Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt" organisierte Event brachte lokale Initiativen, Schulen und politische Parteien zusammen, um ein gemeinsames Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen. Zu den Aktivitäten zählten Ausstellungen, eine Flaggenhissung sowie ein besonderes Turnier, bei dem nicht der Wettbewerb, sondern der sportliche Geist im Mittelpunkt stand.
Den Auftakt bildete eine feierliche Flaggenhissung am Rathaus, bei der die CDU mitwirkte und das Banner "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus" gehisst wurde. Parallel dazu zeigte das Berufskolleg BKSB eine Ausstellung mit dem Titel "War das nur ein Witz?", inspiriert von Dominik Luchas Initiative #wasihrnichtseht. Die Schau regte Schülerinnen und Schüler dazu an, über Alltagsrassismus und seine oft übersehenen Folgen nachzudenken.
Höhepunkt war das "Kick gegen Rassismus"-Fußballturnier, bei dem neun Mannschaften mit Spielerinnen und Spielern unterschiedlicher Nationalitäten, Hintergründe und Glaubensrichtungen gegeneinander antraten. Anders als bei klassischen Spielen gab es in den 36 Partien keine Schiedsrichter – stattdessen setzten die Teams auf gegenseitigen Respekt und Fairplay. Statt Pokale oder Medaillen erhielt jeder Teilnehmer als Symbol der Solidarität ein "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus"-Banner.
Sieger des Turniers wurde der IGMG Bergisch Gladbach e.V., doch im Fokus stand nicht der Sieg, sondern die Verbindung zwischen den Menschen. Die Organisatoren bezeichneten die Veranstaltung als starkes Statement für Gleichberechtigung, bei dem Spieler und Zuschauer gleichermaßen die Haltung der Stadt für Würde und Inklusion feierten.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 in Bergisch Gladbach endeten mit einer klaren Botschaft: Zusammenhalt und Respekt sind wichtiger als der Sieg. Durch Ausstellungen, Zeremonien und ein Turnier ohne Schiedsrichter unterstrich die Stadt ihren Einsatz gegen Diskriminierung. Der Erfolg der Aktion ebnet nun den Weg für künftige Initiativen, die eine noch inklusivere Gemeinschaft fördern sollen.






