03 May 2026, 04:11

Fritz Schramma verlässt CDU nach bitterer Wahlniederlage in Köln

Metallschild an der Außenseite eines Gebäudes mit schwarzem Hintergrund und weißer, fetter, zentrierter Schrift, die "Borough Boundary Edm Smithwick Mayor" lautet.

Fritz Schramma verlässt CDU nach bitterer Wahlniederlage in Köln

Fritz Schramma, der 78-jährige ehemalige Oberbürgermeister von Köln, hat die Christlich Demokratische Union (CDU) verlassen. Sein Austritt folgt auf die jüngste Niederlage der Partei bei der Oberbürgermeisterwahl, bei der ihr Kandidat Markus Greitemann gegen einen Konkurrenten der Grünen unterlag. Schrammas Schritt hat Kritik an der Führung und Wahlstrategie der Kölner CDU ausgelöst.

Schramma ließ in seiner Bewertung der Kölner CDU keine Zurückhaltung erkennen. Er warf der Partei vor, die Gründe für die Wahlniederlage nicht ausreichend aufgearbeitet zu haben. Besonders richtete sich seine Kritik gegen Bernd Petelkau, den Fraktionsvorsitzenden, dem er vorwarf, die Parteiführung nicht als Vollzeitaufgabe zu behandeln. „Die Führung der Partei in Köln ist kein Nebenjob“, erklärte Schramma unmissverständlich.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Petelkau wies die Vorwürfe Schrammas zurück. Er bedauerte zwar den Austritt des ehemaligen Oberbürgermeisters, betonte jedoch, dass eine Analyse der Wahlniederlage zunächst intern mit der Parteispitze besprochen werde. Erst danach, so Petelkau, sollten die Erkenntnisse an die breitere Mitgliederschaft weitergegeben werden.

Die Schwierigkeiten der CDU wurden deutlich, als ihr Oberbürgermeisterkandidat Markus Greitemann gegen Bewerber der Grünen verlor. Schramma argumentierte, dass die Partei ohne eine gründliche Aufarbeitung der Fehler Gefahr laufe, diese in künftigen Wahlen zu wiederholen.

Mit Schrammas Austritt steht die Kölner CDU vor inneren Spannungen und Fragen nach ihrer künftigen Ausrichtung. Die Partei muss nun sowohl ihre Führungsstrukturen überdenken als auch eine detaillierte Analyse ihrer Wahlleistung vornehmen. Wie sie darauf reagiert, könnte ihre Chancen bei kommenden Wahlen entscheidend prägen.

Quelle