03 April 2026, 02:09

Frauenpfahl in Konstanz: Wo einst Frauen ihr grausames Schicksal fanden

Nebeliger Friedhof mit verstreuten Grabsteinen und Bäumen im Hintergrund unter einem trüben grauen Himmel.

Frauenpfahl in Konstanz: Wo einst Frauen ihr grausames Schicksal fanden

Ein ruhiger Ort am Bodenseeufer birgt eine dunkle Vergangenheit

Der Frauenpfahl in Konstanz war einst ein Hinrichtungsort, an dem Frauen, die des Diebstahls oder Ehebruchs beschuldigt wurden, ihr Schicksal fanden. Heute zieht das Mahnmal Besucher an – besonders zu Halloween, wenn geführte Touren durch seine schauerliche Geschichte führen.

Die Region bietet auch andere saisonale Attraktionen, von der Konstanzer Münsters bis zur malerischen Blumeninsel Mainau. Doch es sind die Geschichten des Frauenpfahls – wie die der Apollonia, die dort 1532 hingerichtet wurde – die noch lange nach Sonnenuntergang nachwirken.

Die Stätte Frauenpfahl geht auf das 16. Jahrhundert zurück, als sie als Ort für Hexenprozesse und Hinrichtungen diente. Frauen, die wegen Diebstahls oder Ehebruchs verurteilt wurden, ertränkte man hier an Pfählen. Ein solcher Fall war Apollonia, eine Diebin, die am 9. November 1532 ihr Leben verlor.

Dank lokaler Bemühungen im 20. Jahrhundert blieb die Stätte erhalten und wurde in den 1980er-Jahren restauriert. 1992 wurde sie zum Kulturdenkmal erklärt. Heute veranstalten Stadt und Tourismusamt geführte Rundgänge, Ausstellungen zur Hexenverfolgungsgeschichte und thematische Spaziergänge. Jährlich finden am Internationalen Frauentag Gedenkveranstaltungen statt.

Eine Legende erzählt von einer Frau, die am Frauenpfahl zum Tode verurteilt wurde. Als man sie zur Hinrichtung führte, läuteten die Glocken des Klosters Reichenau, und sie wurde in Allensbach freigelassen. Der Seeabschnitt, an dem dies geschah, erhielt später den Namen Gnadensee. Manche sagen, sie habe versucht, mit ihrem Baby dorthin zu schwimmen, um Schutz zu suchen.

Heute ist der Frauenpfahl ein beliebtes Halloween-Ziel. Besucher sollten warme Kleidung und eine Taschenlampe für die Abendführungen mitbringen. Ein Abstecher in ein nahegelegenes Café in Konstanz rundet den Besuch oft ab – eine Mischung aus Geschichte und modernem Komfort.

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Der Frauenpfahl bleibt ein eindringliches Mahnmal der Konstanzer Vergangenheit. Seine Erhaltung ermöglicht es Besuchern, mehr über das Leid der Frauen zu erfahren, die hier vor Jahrhunderten litten. Mit regelmäßigen Führungen und saisonalen Veranstaltungen klärt die Stätte auf und fasziniert zugleich – damit ihre Geschichten nicht in Vergessenheit geraten.

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