19 June 2026, 16:22

Forscher entwickeln ökologisches Pestizid aus Bakterien für nachhaltige Landwirtschaft

Nachhaltige Pestizide für die Landwirtschaft

Forscher entwickeln ökologisches Pestizid aus Bakterien für nachhaltige Landwirtschaft

Ein Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf entwickelt ein umweltfreundliches Pestizid auf Basis von Bakterien. Ziel des Projekts ist es, eine nachhaltige Alternative zu synthetischen Chemikalien zu schaffen, die der Umwelt schaden. Pestizide bleiben zwar entscheidend für die Ernährungssicherheit, doch ihr ökologischer Fußabdruck treibt die Nachfrage nach grüneren Lösungen voran.

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Die Nachwuchsforschungsgruppe von Dr. St. Elmo Wilken am Institut für Quantitative und Theoretische Biologie der HHU leitet die Arbeiten. Im Rahmen des PyreComm-Projekts sollen Vibrio natriegens-Bakterien zur Herstellung von Pyrethrin genutzt werden – einem natürlichen Insektizid, das aus der Dalmatinischen Insektenblume (Chrysantheme) gewonnen wird. Das Team plant, mikrobielle Gemeinschaften mit Hilfe fortschrittlicher Stoffwechselmodellierung und präziser Messtechnik für maximale Effizienz zu optimieren.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Arbeit mit rund 2,7 Millionen Euro. Die Unterstützung erfolgt im Rahmen der Nationalen Bioökonomiestrategie, die eine Kreislaufwirtschaft auf Basis nachwachsender Rohstoffe vorantreibt. Das Projekt steht zudem im Einklang mit der EU-Farm-to-Fork-Strategie und könnte die Zulassung des neuen Pestizids beschleunigen.

Die PyreComm-Initiative ist Teil des Förderprogramms „Kreative Nachwuchstalente für die Bioökonomie“. Sie zielt auf die Entwicklung eines skalierbaren, halb-synthetischen Bioprozesses zur Herstellung von Pyrethrin-Verbindungen ab. Bei Erfolg stünde Landwirt:innen ein wirksames, nachhaltiges Pestizid zur Verfügung, das die Umweltbelastung verringert.

Quelle