29 April 2026, 20:10

Finanzkrise im Rettungsdienst: Warum nicht transportierte Patienten die Stadt in die Pleite treiben

Ambulanz auf der Seite der Straße vor einem Krankenhausgebäude mit Fenstern, Geländern und Informationsschildern geparkt.

Finanzkrise im Rettungsdienst: Warum nicht transportierte Patienten die Stadt in die Pleite treiben

Lokale Behörden warnen vor einer schweren Finanzkrise im Rettungsdienst. Im Mittelpunkt steht die Problematik von Einsätzen ohne Patiententransport – also Fälle, in denen Patienten vor Ort versorgt werden, aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Ohne eine Lösung droht der Stadt ein finanzielles Defizit in Höhe von mehreren Zehnt Millionen Euro.

Von nicht transportpflichtigen Notfalleinsätzen spricht man, wenn Rettungssanitäter Patienten vor Ort behandeln, ein Krankenhaustransport aber entbehrlich ist. Derzeit verweigern Krankenkassen häufig die Kostenübernahme für solche Fälle, sodass die Rettungsdienste auf den ausstehenden Rechnungen sitzen bleiben. Stadtdirektor Martin Murrack betonte, dass der Zugang zu dringender medizinischer Hilfe niemals von finanziellen Erwägungen abhängen dürfe.

Eine direkte Abrechnung der Einsätze mit den Patienten wurde als unpraktikabel und ungerecht verworfen. Behörden argumentieren, dass Gebühren Patienten davon abhalten könnten, im Notfall lebensrettende Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein solches System würde zudem einen erheblichen bürokratischen Aufwand verursachen und die Verwaltungskosten in die Höhe treiben.

Bisherige Verhandlungen zwischen Krankenkassen und kommunalen Rettungsdienstträgern blieben ohne durchschlagenden Erfolg. Die Stadt drängt nun auf eine bundesweite, langfristige Lösung. Bevorzugt wird eine Änderung des Bundesrechts, um den Rettungsdienst in das Sozialgesetzbuch aufzunehmen – dies würde eine stabile und einheitliche Finanzierung sichern.

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Die Behörde beobachtet weiterhin die finanzielle Belastung durch nicht abgerechnete Einsätze ohne Transport. Ohne Gegenmaßnahmen wird sich die Finanzlücke weiter vergrößern und könnte zu Verzögerungen bei Notfallreaktionen führen. Eine gesetzliche Neuregelung bleibt der verlässlichste Weg, um die Zukunft der Rettungsdienste zu sichern.

Quelle