Festival Theaterformen verwandelt Braunschweig in eine Kunstbühne mit Gefängnis-Flair
Albin KeudelFestival Theaterformen verwandelt Braunschweig in eine Kunstbühne mit Gefängnis-Flair
Braunschweig wird in diesem Sommer Schauplatz des Festival Theaterformen
Vom 11. bis 21. Juni verwandelt sich Braunschweig in eine Bühne für eines der bedeutendsten Kunstfestivals des Jahres: das Festival Theaterformen. Elf Tage lang präsentiert das Festival 14 Produktionen von Künstler:innen aus 14 Ländern – verteilt auf zwei ungewöhnliche Spielstätten. Erstmals öffnet die ehemalige JVA Rennelberg ihre Tore für die Öffentlichkeit und wird im Rahmen des diesjährigen, mutigen Festivalkonzepts zu einem kulturellen Ort.
Die künstlerische Leiterin des Festivals, Anna Mülter, gestaltet die diesjährige Ausgabe als ihren letzten Auftritt in Braunschweig. Ihr Ziel: Ein Festival von besonderer Prägung. Herzstück ist die Umwandlung des ehemaligen Gefängnisses in einen Veranstaltungsort, in dem fünf neu in Auftrag gegebene Werke unter dem Motto KEIN GEFÄNGNIS das Thema Gerechtigkeit aufgreifen. Ergänzt wird das Programm durch eine gemeinsam produzierte Festival-Tour innerhalb der Gefängnis-mauern.
Am Staatstheater Braunschweig kommen neun Inszenierungen zur Aufführung, darunter eine Weltpremiere. Auf dem Gelände der JVA erwartet die Besucher:innen zudem ein umfangreiches Fringe-Programm mit Performances und Installation. Zum ersten Mal dient das stillgelegte Gefängnis als Veranstaltungsort – eine einzigartige Gelegenheit, um sich mit den Themen Justiz und Freiheitsentzug auseinanderzusetzen.
Das Festival Theaterformen vereint internationale Künstler:innen an zwei zentralen Orten: dem Staatstheater und der umgenutzten JVA Rennelberg. Mit Weltpremieren, ortsspezifischen Werken und einem lebendigen Begleitprogramm verspricht das Festival ein vielfältiges Kulturerlebnis. Die Einbindung des Gefängnisses bietet dem Publikum zudem die seltene Chance, einen bisher verschlossenen Ort neu zu entdecken.






