14 March 2026, 00:11

FDP in der Krise: Dürr unter Druck – doch wer könnte ihn ersetzen?

Eine vergilbte, leicht zerknitterte Zeitung mit der schwarzen Aufschrift "Diskussion", die die Schlagzeile "Semanario Repúblicano Democrático Federal" trägt.

FDP in der Krise: Dürr unter Druck – doch wer könnte ihn ersetzen?

Die Freie Demokratische Partei (FDP) steht vor wachsender Unsicherheit in der Führungsfrage. Nach einer schweren Niederlage in Baden-Württemberg gerät Parteichef Christian Dürr zunehmend unter Druck. Prominente Vertreter wie Henning Höne haben sich nun zu den Problemen der Partei geäußert – allerdings vermeiden sie es, Dürr öffentlich direkt zu kritisieren.

Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen, sprach von einer "existenzbedrohenden Krise" und einem "tiefen Tief", in dem sich die Partei seit der Bundestagswahl 2021 befinde. Unter seiner eigenen Führung erreichte die FDP bei der Landtagswahl 2022 nur noch 5,9 Prozent und verlor damit ihren Platz in der traditionellen schwarz-gelben Koalition. Dennoch lassen sich seiner Amtszeit bisher keine klaren Strategien oder Erfolge zuordnen.

Höne vermied es, Dürr explizit zu unterstützen, deutete aber interne Unzufriedenheit an. Er warnte, ein bloßer Wechsel an der Spitze werde die tieferliegenden Probleme der Partei nicht lösen. Dennoch könnte die Tagesordnung des nächsten Bundesparteitags, der vom 30. bis 31. Mai 2026 in Berlin stattfindet, noch angepasst werden, um gegebenenfalls Vorstandswahlen einzuberufen.

Als jüngster unter den potenziellen Nachfolgern wird Höne neben den ehemaligen Generalsekretären Bijan Djir-Sarai und Linda Teuteberg gehandelt. Andere Kandidaten wie Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Wolfgang Kubicki gelten aufgrund ihres Alters als weniger geeignet, einen "Neuanfang" zu verkörpern.

Die Führungsfrage der FDP bleibt vorerst ungelöst, ein klarer Favorit hat sich noch nicht herauskristallisiert. Die nächsten Schritte der Partei werden davon abhängen, ob der interne Druck bis zum Parteitag 2026 weiter steigt. Bis dahin bleibt Dürrs Position unsicher, während Höne und andere ihre Optionen abwägen.

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