17 April 2026, 20:09

Eurobahn stellt bis 2025 den vollen Fahrplan wieder her – doch die Zukunft bleibt ungewiss

Schwarze und weiße Stadtkarte mit einem Fluss, beschriftet mit "Vorgeschlagenes S-Bahn-Projekt", zeigt Straßen, Highways und Stadtmerkmale.

Eurobahn stellt bis 2025 den vollen Fahrplan wieder her – doch die Zukunft bleibt ungewiss

Eurobahn will Fahrplan bis Dezember 2025 vollständig wiederherstellen

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Die Eurobahn, ein großer Eisenbahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen, plant bis Dezember 2025 die vollständige Wiederherstellung ihres Fahrplans. Das Unternehmen hatte im April 2024 aufgrund massiven Personalmangels bis zu 40 Prozent der Verbindungen gestrichen. Nach der Einstellung und Schulung neuer Mitarbeiter ist die Ausfallquote jedoch auf nur noch 4–5 Prozent der geplanten Fahrten gesunken.

Gleichzeitig muss der Nahverkehrsverbund Westfalen-Lippe (NWL) bis 2032 einen neuen Investor für die Eurobahn finden. Politische Vereinbarungen und Streckenverträge laufen aus, weshalb die Gruppe bereits früher – idealerweise bis Ende 2027 oder Anfang 2028 – einen Käufer suchen muss.

Die Probleme der Eurobahn begannen Anfang 2024, als ein Mangel an Triebwagenführern zu drastischen Kürzungen zwang. Linien wie die RB89 verzeichneten Einbußen von bis zu 40 Prozent, was für Fahrgäste deutlich weniger Verbindungen bedeutete. Das Unternehmen reagierte mit beschleunigten Einstellungs- und Ausbildungsprogrammen, um die Lücken zu schließen.

Bis Ende 2024 zeigten diese Maßnahmen Wirkung: Die Ausfallrate sank von zweistelligen Werten auf etwa 4–5 Prozent der geplanten Zugkilometer. Mit der Fahrplanumstellung im Dezember 2025 sollen die letzten Einschränkungen behoben und alle Strecken wieder im regulären Takt verkehren.

Die Eurobahn ist vor allem in Nordrhein-Westfalen aktiv, bedient aber auch Teile Niedersachsens und der Niederlande. Wichtige Linien sind die RE13, RE3 und RB67, die Städte wie Osnabrück und Nienburg an der Weser verbinden. Der Betrieb ist Teil des NWL, der den Verkehr in Regionen wie Ruhr-Lippe, Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Paderborn-Höxter und Westfalen-Süd koordiniert.

Hinter den Kulissen steht der NWL jedoch unter Zeitdruck: Politische Absprachen und Streckenverträge laufen bis 2032 aus, weshalb die Gruppe bis dahin einen neuen Investor für die Eurobahn finden muss. Verantwortliche hoffen, bis zum Jahreswechsel 2027/2028 eine Lösung zu finden, um Unterbrechungen im Betrieb zu vermeiden.

Nach monatelangen Einschränkungen kehrt die Eurobahn im Dezember 2025 zum vollen Fahrplan zurück. Durch die Personaloffensive sind die Ausfälle bereits fast auf Normalniveau gesunken. Gleichzeitig muss der NWL bis 2032 einen Investor finden, um den Zugbetrieb über die aktuellen Verträge hinaus zu sichern. Das Ergebnis wird die langfristige Stabilität für Fahrgäste in der gesamten Region bestimmen.

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