25 May 2026, 06:12

Düsseldorf gedenkt 25 Jahre nach den antisemitischen Anschlägen von 2000

25 Jahre zuvor: Brandanschlag auf Düsseldorfer Synagoge

Düsseldorf gedenkt 25 Jahre nach den antisemitischen Anschlägen von 2000

Vor 25 Jahren wurde Düsseldorf innerhalb weniger Monate von zwei erschütternden antisemitischen Anschlägen erschüttert. Die Vorfälle – eine Bombe am S-Bahnhof Wehrhahn und ein Brandanschlag auf eine Synagoge – hinterließen tiefe Wunden in der jüdischen Gemeinschaft der Stadt. Nun, zum bevorstehenden Jahrestag, werden die Gedenkveranstaltungen auch an die Opfer des Hamas-Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023 erinnern.

Der erste Anschlag ereignete sich am 27. Juli 2000, als eine Bombe am S-Bahnhof Wehrhahn explodierte. Zehn Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen jüdischer Herkunft, und eine schwangere Frau verlor ihr ungeborenes Kind. Trotz einer Festnahme im Jahr 2017 wurde das Verfahren ein Jahr später wegen mangelnder Beweise eingestellt. Der Fall bleibt bis heute unaufgeklärt.

Nur zwei Monate nach dem Bombenanschlag, am 2. Oktober 2000, zündeten Brandstifter die Düsseldorfer Synagoge an. Zwar wurde niemand verletzt, doch das Gebäude erlitt erhebliche Schäden. Später wurden zwei Männer wegen ihrer Beteiligung an dem Feuer verurteilt.

Die Anschläge lösten in der Stadt Empörung aus. Wolfgang Rolshoven, der Antisemitismus-Beauftragte Düsseldorfs, betonte damals die starke Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft. Dennoch bleiben Ängste bestehen. Viele jüdische Bürger:innen vermeiden es bis heute, sich außerhalb geschützter Räume offen als Jüdinnen oder Juden zu erkennen.

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Michael Szentei-Heise, ehemaliger Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, unterstreicht die Notwendigkeit anhaltender Wachsamkeit. Er warnt, dass Antisemitismus auch Jahrzehnte nach den Anschlägen eine Bedrohung bleibt.

Die diesjährigen Gedenkveranstaltungen werden Vergangenheit und Gegenwart verbinden. Neben der Erinnerung an die Anschläge von 2000 wird die jüdische Gemeinschaft auch der Opfer des Hamas-Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023 gedenken. Die Veranstaltungen mahnen sowohl die anhaltenden Folgen von Hassverbrechen als auch die Bedeutung des fortgesetzten Widerstands gegen Antisemitismus an.

Quelle