30 April 2026, 08:34

Dürener Kreistag diskutiert Rückkehr zu einkommensabhängigen Kita-Gebühren

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, während ein Mädchen in ein Mikrofon spricht, das auf einem Ständer steht, und hinter ihnen eine Umzäunung mit einem Schuppen zu sehen ist, der von Luftballons gekrönt wird.

Dürener Kreistag diskutiert Rückkehr zu einkommensabhängigen Kita-Gebühren

Dürener Kreistag berät heute über Wiedereinführung von Kita-Gebühren

Der Kreistag des Kreises Düren kommt heute zusammen, um über die Rückkehr zu Elternbeiträgen für Kindertagesstätten zu entscheiden. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender Schulden, die die Verwaltung zwingt, neue Einnahmequellen zu erschließen. Falls der Beschluss fällt, würden die Änderungen ab August 2026 in Kraft treten – mit Gebühren, die sich am Einkommen der Eltern orientieren.

Seit 2018 ist die Kinderbetreuung im Kreis Düren weitgehend kostenfrei. Bisher zahlen nur Familien mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro für die Betreuung. Doch der wachsende finanzielle Druck hat den Kreistag nun dazu veranlasst, die bisherige Regelung zu überprüfen.

Die Bezirksregierung Köln hat ihre Haltung in der Sache geändert. Sie verlangt nun eine Stellungnahme des Kreises Düren bis zum 23. Oktober, bevor mögliche Änderungen umgesetzt werden können. Der Elternbeirat des Jugendamts kritisiert die Pläne scharf und wirft den Politikern vor, Familien über künftige Kosten in die Irre geführt zu haben.

Nach dem neuen Modell würden die Gebühren schrittweise eingeführt – abhängig vom Einkommen. Der Kreis rechnet damit, durch die Neuregelung jährlich mehrere Millionen Euro zusätzlich einnehmen zu können. Ab dem 1. November 2025 übernehmen ein neu gewählter Kreistag und ein neuer Landrat die Verantwortung für das Verfahren.

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Ziel der geplanten Gebühren ist es, die finanzielle Belastung des Kreises Düren durch zusätzliche Einnahmen zu verringern. Bei einer Zustimmung würde das gestaffelte System ab August 2026 greifen. Die Höhe der Kosten für die Familien richtet sich dann nach ihrem jährlichen Einkommen.

Quelle