Duisburg kämpft um Olympische Spiele 2036 – Bürgerentscheid entscheidet über Bewerbung
Ivana SchleichDuisburg kämpft um Olympische Spiele 2036 – Bürgerentscheid entscheidet über Bewerbung
Duisburg drängt darauf, Teil der deutschen Bewerbung um die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zu werden. Die Stadt, die sich mit der Region Köln-Rhein-Ruhr zusammengeschlossen hat, hat eine Kampagne gestartet, um vor einem lokalen Bürgerentscheid öffentliche Unterstützung zu gewinnen. Die Paralympics-Silbermedaillengewinnerin Nele Moos führt die Initiative als Botschafterin der Bewerbung an.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September 2026 den nationalen Kandidaten auswählen. Zuvor stimmen die Duisburger Bürger am 19. April 2023 in einem Referendum ab, ob die Stadt sich an der Bewerbung beteiligt. Bei einem positiven Ausgang würde Duisburg im Sportpark Wedau die Wettbewerbe im Rudern, Kanufahren und Klettern ausrichten.
Die Konkurrenz ist groß: Berlin, Hamburg, München und Kiel haben bereits offizielle Bewerbungen eingereicht. Moos, die in Duisburg aufgewachsen ist und noch immer ihren Jugendverein Eintracht Duisburg 1848 unterstützt, betont die Herzlichkeit und den Gemeinschaftsgeist der Stadt als zentrale Stärken. Diese Eigenschaften, so ihre Überzeugung, machen Duisburg zu einem idealen Austragungsort für die Olympischen Spiele.
Moos, Silbermedaillengewinnerin im Weitsprung, ist zum Gesicht der Kampagne geworden und wirbt für den Charakter und das sportliche Potenzial der Stadt. Der Erfolg der Bewerbung hängt sowohl von der öffentlichen Unterstützung als auch von der endgültigen Entscheidung des DOSB im Jahr 2026 ab.
Der Bürgerentscheid am 19. April wird entscheiden, ob Duisburg im Rennen bleibt. Falls ausgewählt, würde die Stadt eine Schlüsselrolle in der regionalen Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 spielen. Das Ergebnis hängt zudem von der DOSB-Entscheidung in vier Jahren ab.