Drei Industrienetzwerke bündeln Kräfte für gemeinsames kulturelles Erbe
Edit NiemeierDrei Industrienetzwerke bündeln Kräfte für gemeinsames kulturelles Erbe
Drei zentrale Netzwerke des industriellen Erbes haben sich zusammengeschlossen, um ihre gemeinsame Geschichte zu fördern. Die Industriekultur Bergisches Land, WasserEisenLand und die Route der Industriekultur unterzeichneten diese Woche eine Kooperationsvereinbarung. Ziel der Partnerschaft ist es, Forschung, Tourismus und Bildung in den Regionen zu stärken.
Die Unterzeichnungszeremonie fand im LVR-Industriemuseum, genauer in der Hendrichs-Druckerei in Solingen, statt. Sandra Brauer, Direktorin des Bergischen Museums, vertrat das Netzwerk Industriekultur Bergisches Land. Das Bergische Museum selbst ist Gründungsmitglied des Netzwerks und widmet sich besonders dem Bergbau, dem Handwerk und dem Handel.
Das Bergische Land, Südwestfalen und das Ruhrgebiet sind seit jeher durch ihre industrielle Vergangenheit verbunden. Ihre Zusammenarbeit wird ab 2026 gemeinsame Veranstaltungen und Publikationen umfassen. Die Route der Industriekultur, eine 400 Kilometer lange thematische Touristenroute, hebt das industrielle Erbe des Ruhrgebiets hervor – allerdings wurde keine genaue Zahl der zusätzlich sanierten Standorte genannt.
Der Bundesverband der Deutschen Industriekultur (BIKD) und ERIH (Europäische Route der Industriekultur) unterstützen die Initiative. Ihre Rückendeckung verleiht dem Projekt mehr Gewicht, das sich der Bewahrung und Förderung der industriellen Geschichte in den Regionen widmet.
Die Vereinbarung markiert einen offiziellen Schritt zu einer engeren regionalen Zusammenarbeit. Gemeinsame Aktivitäten ab 2026 werden das industrielle Erbe des Bergischen Landes, Südwestfalens und des Ruhrgebiets einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen. Gleichzeitig stärkt die Partnerschaft die Vernetzung zwischen Museen, Forschungseinrichtungen und touristischen Initiativen.






