Dortmunds historischer Machtwechsel: CDU-Politiker bricht 80-jährige SPD-Ära
Albin KeudelDortmunds historischer Machtwechsel: CDU-Politiker bricht 80-jährige SPD-Ära
Dortmund hat zum ersten Mal seit fast 80 Jahren keinen sozialdemokratischen Oberbürgermeister mehr gewählt. Der 57-jährige CDU-Politiker Alexander Kalouti setzte sich am 28. September 2025 in der Stichwahl durch. Sein Sieg markiert einen historischen Wandel in der politischen Führung der Stadt nach Jahrzehnten unter SPD-Regie.
Kalouti trat sein Amt offiziell am 30. Oktober 2025 um Mitternacht an. Seit seiner Wahl bereitet er sich vor, indem er die Dortmunder Gemeindeordnung studiert und Gespräche mit Mitgliedern des Stadtrats führt. Sein erster Schwerpunkt liegt auf der Belebung der Innenstadt und der Bekämpfung des städtischen Niedergangs.
Der neue Oberbürgermeister sieht sich einem schwierigen politischen Umfeld gegenüber. Der Stadtrat ist stark zersplittert, mit mehr als einem Dutzend Fraktionen und Gruppen. Ohne eigene Mehrheit hat Kalouti angekündigt, themenbezogene Koalitionen schmieden zu wollen, um seine Vorhaben voranzubringen.
Die erste Sitzung des Stadtrats unter seiner Führung ist für den 13. November 2025 angesetzt. Diese Versammlung wird die erste Bewährungsprobe für seine Fähigkeit sein, den gespaltenen Rat zu steuern und mit der Umsetzung seiner Prioritäten zu beginnen.
Kaloutis Wahl beendet eine lange Ära der SPD-Vorherrschaft in Dortmund. Sein Regierungsstil wird auf Zusammenarbeit in einem fragmentierten Stadtrat beruhen. Der Erfolg seiner Pläne für die städtische Erneuerung hängt davon ab, Unterstützung aus wechselnden Bündnissen zu gewinnen.






