17 March 2026, 04:09

Dortmunds dunkles Kapitel: Wie der BVB Missbrauchsvorwürfe aus den 90ern aufarbeitet

Malerei von Männern, die auf einem Feld mit einem Netz, Bäumen, einem Gebäude und einem blauen Himmel Fußball spielen, mit Text unten: "Fußballvorfälle durch Verband verhandelt."

Watzke zu Vorwürfen von Missbrauch beim BVB: "Das gruselt einen" - Dortmunds dunkles Kapitel: Wie der BVB Missbrauchsvorwürfe aus den 90ern aufarbeitet

Borussia Dortmund sieht sich mit schweren Missbrauchsvorwürfen aus den 1990er-Jahren konfrontiert, die seit März 2026 von der Staatsanwaltschaft Hagen untersucht werden. Hans-Joachim Watzke nahm in einer emotionalen Rede Stellung zu den Vorfällen, zeigte sich tief erschüttert über die Anschuldigungen und bekundete sein Mitgefühl für die Betroffenen.

Die Vorwürfe waren bereits vor Jahren erstmals bekannt geworden. Watzke hatte die Kritik damals zurückgewiesen und die Angelegenheit an den damaligen Präsidenten Reinhard Rauball verwiesen. Rauball teilte Watzke später mit, der Fall sei erledigt. Dennoch wurde die beschuldigte Person erneut in den Ältestenrat des Vereins gewählt und arbeitete ab 2012 sogar als Mitarbeiter für Borussia Dortmund. Mittlerweile ist die Person nicht mehr beim Club beschäftigt.

Watzke räumte inzwischen mögliche Versäumnisse bei der Aufarbeitung ein. Er versprach, dass der Verein – falls Fehler gemacht wurden – Konsequenzen ziehen und künftig ähnliche Vorfälle verhindern werde. Um die Vorwürfe umfassend zu prüfen, hat Borussia Dortmund zwei unabhängige Kanzleien beauftragt.

Der Skandal weitet sich aus, die Ermittlungen laufen noch. Watzke, der kürzlich als Geschäftsführer der BVB KGaA zurücktrat, soll zum Präsidenten des eingetragenen Vereins gewählt werden.

Der Club hat sich verpflichtet, etwaige im Rahmen der Untersuchungen aufgedeckte Mängel zu beheben. Die beschuldigte Person hat Borussia Dortmund zwar verlassen, doch der Fall bleibt rechtlich ungeklärt. Die Ergebnisse der anwaltlichen Prüfungen werden über das weitere Vorgehen des Vereins entscheiden.

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