Deutschlandticket 2025: Preisschock um 18 Prozent – doch die Nachfrage bleibt stabil
Gerhart HenckDeutschlandticket 2025: Preisschock um 18 Prozent – doch die Nachfrage bleibt stabil
Deutschlandticket wird 2025 teurer – Preisanstieg um fast 18 Prozent
Zum Jahresbeginn 2025 ist das bundesweite Deutschlandticket teurer geworden. Die monatlichen Kosten stiegen um etwa 18 Prozent – von 49 auf 58 Euro. Das Ticket ermöglicht unbegrenzte Fahrten in Bussen und Regionalzügen, langstreckige Fernverkehrsangebote wie ICE oder IC sind jedoch ausgenommen.
Das Deutschlandticket gibt es seit dem 1. Mai 2023. Es funktioniert als monatlich kündbares Abo.
Noch vor der Preiserhöhung hatte eine Umfrage gezeigt, dass viele Fahrgäste preissensibel reagieren. Demnach wäre bei einer Erhöhung um zehn Euro mit einem Rückgang der Abonnenten um 10,3 bis 21,1 Prozent zu rechnen gewesen.
Tatsächlich ging die Nutzung im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) zu Beginn des Jahres 2025 im Vergleich zum Spätherbst 2024 um etwa fünf Prozent zurück. Dennoch erreichte die Zahl der Abonnenten im April einen Rekordwert. Auch im Westfalentarif zeigte sich im ersten Quartal ein Rückgang bei den Standardtickets um acht Prozent, während die Nachfrage nach Schüler- und Semestertickets stabil blieb.
Der VRR führte im März 2025 im Rahmen einer Tarifreform weitere Änderungen ein: Fünf Ticketarten wurden abgeschafft, und die Zahl der Tarifzonen wurde reduziert. Gleichzeitig hoben der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und der Aachener Verkehrsverbund (AVV) ihre Preise im Schnitt um 5,9 beziehungsweise 5,75 Prozent an.
Trotz der Preiserhöhung wurde in den Verkehrsverbünden kein spürbarer Nachfragerückgang verzeichnet. Das Deutschlandticket bleibt eine beliebte Option für unbegrenztes Fahren im Regionalverkehr. Die Verbünde beobachten weiterhin, wie sich die Änderungen auf Fahrgastzahlen und Einnahmen auswirken.
