25 April 2026, 16:10

Deutschland vergibt Milliarden-Drohnenauftrag an drei Rüstungsfirmen für NATO-Einsatz in Litauen

Deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das bewaffnete Soldaten in Helmen mit dem Text "Wiener Kommmerzial Bank" unten zeigt.

Deutschland vergibt Milliarden-Drohnenauftrag an drei Rüstungsfirmen für NATO-Einsatz in Litauen

Deutschland vergibt einen großen Drohnenauftrag an drei Rüstungsunternehmen: Helsing, Stark und Rheinmetall. Der Deal im Wert von jeweils knapp 300 Millionen Euro pro Firma sieht die Lieferung von bis zu 12.000 Drohnen vor. Diese unbemannten Systeme sollen eine neue deutsche Brigade in Litauen unterstützen und so die Ostflanke der NATO gegen mögliche russische Bedrohungen stärken.

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Die Vereinbarung stellt den bisher größten Auftrag für die aufstrebenden Rüstungsunternehmen Helsing und Stark dar, die zu den neuen Akteuren in Europas Verteidigungssektor zählen. Gleichzeitig spiegelt sie die breiten Bestrebungen wider, die Drohnenkapazitäten auf dem Kontinent auszubauen – angetrieben durch die wachsenden Spannungen seit Russlands Invasion in der Ukraine.

Die Entscheidung der Bundesregierung fällt in eine Phase, in der europäische Staaten ihre Fähigkeiten im Drohnenkrieg massiv ausweiten. Sowohl offensive als auch defensive Drohnensysteme haben nun Priorität, wobei die Investitionen in Verteidigungs-Technologie-Start-ups in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Helsing, aktuell das wertvollste Verteidigungs-Start-up Europas mit einer Bewertung von 12 Milliarden Euro, wird eine Schlüsselrolle in dem Projekt übernehmen.

Rheinmetall steuert die FV-014 bei, eine bewaffnete Drohne, die eine Nutzlast von 5 Kilogramm über eine Distanz von 100 Kilometern transportieren kann. Dieses Modell ergänzt die von Helsing und Stark gelieferten Systeme, die insgesamt die operationelle Flexibilität der Bundeswehr erhöhen sollen. Der Vertrag zielt zudem darauf ab, Innovation zu fördern und den Wettbewerb in der Rüstungsindustrie zu erhalten, um mehrere Anbieter im Markt zu halten.

Die Drohnen werden vorrangig eine neu aufgestellte deutsche Brigade in Litauen unterstützen. Diese Stationierung festigt die NATO-Präsenz an ihrer östlichen Grenze, wo sich die Sorgen vor russischer Aggression seit 2022 verschärft haben. Der Deal unterstreicht Deutschlands Engagement, seine Streitkräfte zu modernisieren und gleichzeitig die Verbündeten in der Region bei ihren Verteidigungsbemühungen zu unterstützen.

Der Auftrag wird tausende Drohnen an Frontverbände liefern und damit die unbemannten Kampfkapazitäten Deutschlands deutlich ausbauen. Mit Rheinmetalls FV-014 und den Systemen von Helsing und Stark erhält das Militär sowohl Aufklärungs- als auch Schlagoptionen. Die Vereinbarung stärkt zudem Europas Bestrebungen, die Abhängigkeit von nicht-europäischen Lieferanten zu verringern und sich den sich wandelnden Sicherheitsherausforderungen zu stellen.

Quelle