11 March 2026, 12:10

"Das crazy" ist das Jugendwort des Jahres 2025 – und die Boomer kontern

Ein Plakat mit animierten Bildern von Menschen und Text, der besagt, dass die Anzahl internationaler Studenten in den USA um 10% auf einen Rekordwert von 974.926 Studenten gestiegen ist.

"Das crazy" ist das Jugendwort des Jahres 2025 – und die Boomer kontern

Das Jugendwort des Jahres 2025 steht fest: "Das crazy". Der Begriff wurde von Jugendlichen zwischen 11 und 20 Jahren in einer Online-Abstimmung gewählt. Die Bekanntgabe erfolgte auf der Frankfurter Buchmesse und unterstreicht einmal mehr, wie die jüngere Generation die sprachlichen Trends prägt.

Doch nicht alle stehen hinter dieser Tradition. Einige haben Gegeninitiativen gestartet, darunter den satirischen Wettbewerb "Boomer-Wort des Jahres", dessen Sieger in diesem Jahr "Baujahr" wurde.

Die Wahl von "Das crazy" zeigt die wachsende Vorliebe für Abkürzungen in der Jugendsprache. Der Ausdruck dient als universelle Antwort – etwa wenn jemand sprachlos ist oder schlicht keine Lust auf eine ausführliche Antwort hat. Im vergangenen Jahr hatte "RiZZler" gewonnen, ein Begriff für einen Verführungskünstler, während weitere Nominierte 2024 "Skibidi" (cool oder absurd), "Gyatt" (um einen üppigen Po) und "Fanum Tax" (Essen klauen) waren.

Der vom Langenscheidt Verlag organisierte Wettbewerb sieht sich seit einigen Jahren scherzhaften Gegenreaktionen ausgesetzt. Levi Penell, ein TikTok-Creator und Webvideo-Produzent, rief das "Boomer-Wort des Jahres" als ironische Antwort ins Leben. In diesem Jahr konkurrierten Begriffe wie "Papperlapapp" (Unsinn) und "schnabulieren" (mopsen), doch setzte sich "Baujahr" durch – ein scherzhafter Verweis auf das Alter oder "Baujahr" einer Person.

Weitere Kandidaten für das Jugendwort waren "Exzessives Onanieren" (übermäßiges Träumen) und "Hast du das verstanden?" – eine sarkastische Frage nach dem Verständnis.

Der jährliche Jugendwort-Wettbewerb spiegelt weiterhin wider, wie junge Deutsche Sprache anpassen und verkürzen. Gleichzeitig zeigt der Aufstieg von Gegeninitiativen wie dem "Boomer-Wort des Jahres" eine generationenübergreifende Kluft im sprachlichen Humor. Beide Trends existieren nun nebeneinander – und ziehen auf ihre Weise Aufmerksamkeit auf sich.

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