28 March 2026, 16:08

Clinomic revolutioniert Intensivmedizin mit KI-gestützter Telemedizinplattform Mona TeleICU

Eine Gruppe von Menschen in einem Krankenhauszimmer mit einem Mann, der ein Mikrofon hält, einem Bett mit einer Decke, medizinischen Geräten, einem Röntgengerät, einer Texttafel, einer Tür und Deckenleuchten.

Clinomic revolutioniert Intensivmedizin mit KI-gestützter Telemedizinplattform Mona TeleICU

Clinomic entwickelt Mona TeleICU – eine Telemedizinplattform für grenzüberschreitende Intensivzusammenarbeit

Das Unternehmen Clinomic hat mit Mona TeleICU eine Telemedizinlösung entwickelt, die die Zusammenarbeit in der Intensivmedizin über Ländergrenzen hinweg verbessern soll. Das System lässt sich in bestehende Krankenhausnetzwerke in Deutschland integrieren und nutzt fortschrittliche Technologie, um die Patientenüberwachung effizienter zu gestalten. Trotz des Einsatzes in lokalen Gesundheitseinrichtungen hat bisher kein europäisches Land die Plattform auf nationaler Ebene eingeführt.

Mona TeleICU vernetzt in Echtzeit Audio-, Video- und medizinische Daten und ermöglicht Ärztinnen und Ärzten so eine umfassende Übersicht über den Patientenzustand – unabhängig vom Standort. Die Plattform arbeitet mit dem Mona PDMS-System zusammen und entspricht dem HL7-FHIR-Standard, was die Kompatibilität mit anderen klinischen Systemen und Geräten gewährleistet.

Eine KI-gestützte Spracherkennung übernimmt automatisch die Dokumentation und entlastet das medizinische Personal von administrativen Aufgaben. Die verwendeten Sprachmodelle laufen auf der Clinomic Cloud, die über eine C5-Typ-II-Zertifizierung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verfügt. Für zusätzliche Sicherheit sorgen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Peer-to-Peer-Verbindungen, die den Anforderungen der Klasse-IIa-Medizinprodukte entsprechen.

Deutsche Krankenhäuser setzen das System bereits für schnelle Konsultationen und telemedizinische Unterstützung durch externe Zentren ein. Durch berührungsloses Login per Chip-Sensoren und Stimmerkennung lässt sich zudem der manuelle Aufwand für das Personal reduzieren.

Kürzlich sicherte sich Clinomic Fördermittel für seine Beteiligung am Europäischen Gesundheitsdatenraum (European Health Data Space, EHDS) sowie am Projekt ICUdata4Europe, das den Austausch von Intensivmedizin-Daten für die Forschung zwischen teilnehmenden Ländern vorantreiben soll. Öffentlichen Unterlagen zufolge hat sich jedoch bisher kein EU-Land diesen Initiativen angeschlossen oder Mona TeleICU in nationale Gesundheitssysteme integriert.

Die Plattform ist bereits in deutschen Krankenhausnetzwerken im Einsatz und bietet sichere, KI-unterstützte Telemedizin für die Intensivversorgung. Obwohl sie grenzüberschreitende Zusammenarbeit ermöglicht, steht eine flächendeckende Einführung auf europäischer Ebene noch aus. Das Unternehmen treibt seine Projekte weiter voran, doch offizielle Partnerschaften mit EU-Gesundheitsbehörden wurden bisher nicht bekannt gegeben.

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