Brantner bremst Debatte über verpflichtenden nationalen Dienst bei den Grünen
Julian NetteBrantner bremst Debatte über verpflichtenden nationalen Dienst bei den Grünen
Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat sich zurückhaltend zu einem Vorschlag für einen verpflichtenden nationalen Dienst geäußert. Die Idee, die von mehreren prominenten Grünen unterstützt wird, soll auf dem Parteitag Ende November debattiert werden. Brantner betonte, dass der Fokus zunächst auf der Förderung freiwilligen Engagements liegen solle.
Die Grünen setzen sich seit Langem für Reformen im Bereich des Zivilschutzes ein und bevorzugen dabei nicht-militärische Dienste, die die zivile Sicherheit stärken. Ihr Bundestagsantrag von 2023 mit dem Titel "Die Zeitenwende in der Zivilen Verteidigung umsetzen" skizzierte Pläne zur Ausweitung des Zivilschutzes statt des Ausbaus militärischer Strukturen.
Brantner machte deutlich, dass ein neues System das verfassungsmäßige Recht auf Kriegsdienstverweigerung nicht untergraben dürfe. Stattdessen schlug sie vor, den Wehrdienst attraktiver zu gestalten und ein freiwilliges Registrierungssystem für über 18-Jährige einzuführen. Zudem forderte sie eine breitere generationenübergreifende Vereinbarung, die faire Bildungschancen und Klimaschutz mit der Diskussion über nationale Dienstpflichten verknüpft.
Die Co-Vorsitzende erkannte die Frustration junger Menschen über die Rentenreform an. Dennoch bestand sie darauf, dass eine neue Politik Verpflichtungen mit Chancen für die nächste Generation in Einklang bringen müsse.
Die Debatte über eine verpflichtende Dienstpflicht wird auf dem Grünen-Parteitag Ende November geführt. Brantners Fokus auf freiwilliges Engagement und Reformen im Zivilschutz gibt die Richtung der Diskussion vor. Das Ergebnis könnte die Haltung der Partei zu Dienstverpflichtungen in den kommenden Jahren prägen.






