16 March 2026, 14:10

Bergisch Gladbach droht 50-Millionen-Loch – Steuererhöhungen sollen retten

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit der Aufschrift "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch mehr für Reiche und Großkonzerne."

Bergisch Gladbach droht 50-Millionen-Loch – Steuererhöhungen sollen retten

Bergisch Gladbach steht vor finanziellen Engpässen und plant, ein jährliches Defizit von 50 Millionen Euro in Kauf zu nehmen. Um die Lücke zu schließen, wird die Stadt die Grund- und Gewerbesteuern erhöhen, um jährlich zusätzliche 4 Millionen Euro einzunehmen. Stadtkämmerer Thore Eggert skizzierte die Herausforderungen kürzlich bei einem Workshop der BürgerAkademie.

Der Haushalt der Stadt umfasst ein 500-seitiges Dokument, das für Bürger ohne Fachwissen nur schwer nachvollziehbar ist. Der Großteil der Ausgaben ist bereits fest verplant, sodass kaum Spielraum für Kürzungen bleibt. Sozialleistungen und höhere Löhne für das Personal treiben die Kosten in die Höhe – Einsparungen sind nur in wenigen Bereichen möglich.

Bürgermeister Marcel Kreutz stellte im Dezember den aktuellen Haushaltsentwurf dem Stadtrat vor. Die endgültige Abstimmung ist für den 24. März angesetzt, doch Eggert betonte, dass Kompromisse nötig seien – noch nie sei ein Haushalt unverändert verabschiedet worden. Gleichzeitig warnte er vor einem förmlichen Konsolidierungsplan, der die finanzielle Eigenständigkeit der Stadt einschränken würde.

Eggert, ein parteiloses Ratsmitglied, das die Verwaltung vertritt, machte deutlich, dass harte Entscheidungen bevorstehen. Ohne grundlegende Änderungen wird die Stadt in den kommenden Jahren auf Steuererhöhungen angewiesen sein, um den Haushalt auszugleichen.

Laut städtischen Vorgaben muss der Haushalt noch vor Jahresende beschlossen werden. Die Steuererhöhungen werden helfen, die Finanzlücke zu verringern, doch langfristige Lösungen sind noch nicht in Sicht. Die Bürger werden die Änderungen ab dem nächsten Jahr in ihren Bescheiden für Grund- und Gewerbesteuer spüren.

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