05 April 2026, 10:10

Arnsberg setzt 15 neue Sensoren gegen Hochwasser ein – mit KI und Echtzeitdaten

Flutstraßen in der Stadt mit Wasser auf der Straße, Fahrzeuge auf der linken Seite, Vegetation auf der rechten Seite, Gebäude und Strommasten im Hintergrund und bewölkter Himmel oben.

Arnsberg setzt 15 neue Sensoren gegen Hochwasser ein – mit KI und Echtzeitdaten

Arnsberg installiert 15 neue Wasserstandssensoren zur Hochwasservorsorge

Im Rahmen eines Hochwassermonitorings hat Arnsberg 15 neue Wasserstandssensoren an Zuflüssen der Ruhr installiert. Das Projekt wird über das Förderprogramm "Modellprojekte Smart Cities" finanziert und soll Frühwarnsysteme bei Starkregen und steigenden Pegelständen verbessern. Die Echtzeitdaten der Sensoren stehen künftig sowohl Behörden als auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

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Die Messgeräte wurden bis April 2026 an kleineren Nebenflüssen der Stadt platziert. Sie erfassen Wassermengen und erkennen plötzliche Veränderungen im Abflussverhalten, um während Hochwasserlagen aktuelle Informationen zu liefern. Die Daten fließen in den "Digitalen Zwilling" Arnsbergs ein – ein 3D-Stadtmodell, das auch die Hochwasser- und Starkregengefahrenkarten von Nordrhein-Westfalen integriert.

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) werden die Sensordaten analysiert, um ein lokales Frühwarnsystem aufzubauen. Ziel ist es, der Feuerwehr und anderen kommunalen Diensten eine schnellere Reaktion auf mögliche Überflutungen zu ermöglichen. Zwar befindet sich das System noch in der Entwicklung, doch die KI-Modelle werden bereits mit den neuen Daten trainiert – die volle Betriebsbereitschaft wird noch in diesem Jahr erwartet.

Die Echtzeitinformationen werden öffentlich über das "Arnsberger Klima-Dashboard" unter www.ourwebsite/klimadashboard zugänglich sein. Langfristig ist zudem die Messung der Bodenfeuchtigkeit geplant, um die Risikobewertung bei Hochwasser weiter zu präzisieren. Das Projekt steht im Einklang mit der "Nachhaltigkeitsstrategie Arnsberg" und unterstützt drei der UN-Nachhaltigkeitsziele: Innovation in der Industrie, nachhaltige Städte sowie Klimaschutz.

Die neuen Sensoren und das KI-gestützte System geben Arnsberg bessere Instrumente an die Hand, um Hochwassergefahren zu überwachen und darauf zu reagieren. Behörden erhalten nun Live-Daten zu Wasserständen, während Bürger:innen die Aktualisierungen über das Klima-Dashboard abrufen können. Innerhalb des nächsten Jahres soll das System um die Erfassung der Bodenfeuchte erweitert werden, um die lokale Hochwasservorsorge weiter zu stärken.

Quelle