05 June 2026, 15:53

AfD gewinnt überraschend an Zustimmung bei Menschen mit Migrationshintergrund

AfD bekommt auch unter Migranten mehr Unterstützung

AfD gewinnt überraschend an Zustimmung bei Menschen mit Migrationshintergrund

Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt eine wachsende Unterstützung für die AfD unter Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die Ergebnisse verdeutlichen Verschiebungen in den politischen Präferenzen verschiedener Gemeinschaften, doch die Forscher mahnen aufgrund methodischer Einschränkungen zur Vorsicht.

Laut der Studie liegt die AfD bei Deutschtürken mittlerweile bei acht Prozent – gleichauf mit den Grünen –, während die SPD mit 35 Prozent weiterhin dominiert. Innerhalb dieser Gruppe belegt die AfD jedoch nur den fünften Platz in der Gesamtbeliebtheit.

Bei Spätaussiedlern führt die AfD mit 31 Prozent, gefolgt von den Unionsparteien mit 25 Prozent. Auch unter Nachkommen polnischer Herkunft zeigt sich eine starke Zustimmung zur AfD, die hier die Union überholt hat. Befragte mit russischen Wurzeln liegen im Mittelfeld der AfD-Unterstützung.

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Der Bericht führt diese Unterschiede auf divergierende Einstellungen zur Migration in den jeweiligen Herkunftsgruppen zurück. Die jüngsten Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen bestätigen den Trend: Die AfD erreichte in mehreren Ruhrgebietsstädten den zweiten Platz und gewann in Hagen sogar die meisten Stimmen.

Die Ergebnisse deuten auf einen bemerkenswerten Wandel der politischen Bindungen in Migrantengemeinschaften hin, insbesondere bei Spätaussiedlern und Nachkommen polnischer Herkunft. Die Forscher betonen jedoch, dass die nicht gewichteten Stichproben eine vorsichtige Interpretation der Daten erfordern.

Quelle