Aachener Projekt hilft jungen Geflüchteten seit zehn Jahren beim Ankommen in Deutschland
Albin KeudelAachener Projekt hilft jungen Geflüchteten seit zehn Jahren beim Ankommen in Deutschland
Ein Projekt in Aachen unterstützt seit zehn Jahren junge Geflüchtete und Migrantinnen dabei, in Deutschland Fuß zu fassen. Unter dem Namen „Jugendsozialarbeit mit jungen Geflüchteten“ bietet es Sprachkurse, Berufsberatung und Freizeitaktivitäten an. In dieser Woche besuchte Josefine Paul, die Integrationsministerin des Landes, die Initiative, um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit zu machen.
Das Projekt richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren, von denen viele mit kaum oder gar keinen Deutschkenntnissen ankommen. Tägliche Sprachkurse werden je nach Kenntnisstand angeboten, sodass alle Teilnehmenden Fortschritte machen können. Neben dem Unterricht helfen berufliche Workshops dabei, Jobchancen zu erkunden und praktische Fähigkeiten zu entwickeln.
In Ferienkursen werden Berufsvorbereitung mit sozialen und Freizeitangeboten verknüpft. Dazu gehören Deutschförderung, praxisnahe Berufsmodule und Gruppenausflüge. Ein besonderer „Perspektiv-Workshop“ bringt die Teilnehmenden zudem mit Fachkräften zusammen und vermittelt ihnen so Berufserfahrung und Kontakte fürs Netzwerken.
Junge Migrantinnen ab 15 Jahren erhalten zusätzliche Unterstützung in geschützten Räumen, die speziell für sie eingerichtet wurden. Hier können sie Selbstvertrauen aufbauen, Erfahrungen austauschen und ihre Zukunft planen. Das Projekt arbeitet mit lokalen Partnern wie Berufskollegs und dem Kommunalen Integrationszentrum zusammen, um noch mehr Jugendliche zu erreichen.
Finanziert wird die Initiative vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. In diesem Jahr stellte das Ministerium 97.000 Euro bereit, um das Programm weiterzuführen.
In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Projekt zu einer wichtigen Anlaufstelle für junge Migrantinnen und Geflüchtete in Aachen entwickelt. Mit kontinuierlicher finanzieller Förderung und starken Partnerschaften vor Ort bietet es weiterhin Sprachförderung, Berufsvorbereitung und Unterstützung bei der sozialen Integration. Der Besuch der Ministerin unterstreicht die Bedeutung der Initiative, die jungen Geflüchteten hilft, in Deutschland ein stabiles Leben aufzubauen.






