A59-Ausbau in Duisburg: Tunnel oder Lärm? Der Streit eskaliert
Geplante 6,7-Kilometer-Erweiterung der A59 in Duisburg stößt auf heftigen Widerstand
Die geplante 6,7 Kilometer lange Erweiterung der Autobahn A59 in Duisburg hat bei Anwohnern und lokalen Politikern scharfe Kritik ausgelöst. Das Vorhaben, zu dem auch der Neubau einer maroden Brücke gehört, sorgt bereits seit Monaten für laute Proteste – insbesondere im Stadtteil Meiderich. Streitpunkt ist vor allem die Frage, ob die Trasse oberirdisch oder in einem Tunnel verlaufen soll. Beide Seiten liefern sich einen erbitterten Disput über Kosten, Sicherheit und Lärmbelastung.
Offiziell begann der Bau mit einer symbolischen Grundsteinlegung auf der altersschwachen A59-Brücke. Doch das Gesamtprojekt bleibt hochumstritten, da die Autobahn GmbH und die Stadt Duisburg gegensätzliche Pläne verfolgen.
Anwohner in Meiderich demonstrieren seit Wochen gegen die Pläne und verweisen auf Lärmbelästigung und massive Beeinträchtigungen. Als Lösung schlägt die Autobahn GmbH Lärmschutzwälle vor. Doch Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link warnt, dass meterhohe Wälle einige Häuser stundenlang im Schatten liegen ließen und so das Tageslicht blockieren würden.
Die Stadt pocht stattdessen auf eine Tunnelvariante, die den Lärm reduzieren und die optische Beeinträchtigung verringern würde. Die Autobahn GmbH lehnt dies jedoch ab: Ein Tunnel würde die Kosten um 2,3 Milliarden Euro in die Höhe treiben und die Bauzeit um Jahre verlängern. Zudem argumentiert die Behörde, dass Tunnel bei Gefahrgut- und Schwerlasttransporten Sicherheitsrisiken bergen.
Link wies diese Bedenken als unbegründet zurück. Angesichts der eskalierenden Spannungen droht die Stadt nun mit rechtlichen Schritten, falls der Bund an der oberirdischen Lösung festhält.
Der Streit lässt die A59-Erweiterung in der Schwebe – Anwohner und Kommunalpolitiker stehen geschlossen gegen die aktuellen Pläne. Sollte es keinen Kompromiss geben, könnte die angedrohte Klage das Projekt weiter verzögern. Die Entscheidung wird zeigen, ob die Autobahn oberirdisch gebaut wird – oder ob sich am Ende doch die teure Tunnelvariante durchsetzt.






