81-Jähriger Gewalttäter nach Routinekontrolle am Bonner Hauptbahnhof gefasst
Julian Nette81-Jähriger Gewalttäter nach Routinekontrolle am Bonner Hauptbahnhof gefasst
Bundespolizisten nahmen bei einer Routinekontrolle am Bonner Hauptbahnhof einen gesuchten Gewalttäter fest – ein überraschender Fund, der mit einer einfachen Fahrkartenprüfung begann.
Am 18. März stoppten Beamte am Bonner Hauptbahnhof einen 20-jährigen Mann, der ohne gültiges Ticket in einen Intercity-Express aus Koblenz eingestiegen war. Bei der Befragung gab der Mann zunächst an, keinen Ausweis bei sich zu haben. Später legte er auf der Wache doch einen Personalausweis vor.
Eine Überprüfung seiner Daten förderte Erstaunliches zutage: Der Mann war in Wahrheit 81 Jahre alt – und vom Kriminalkommissariat Koblenz wegen schweren Raubüberfalls gesucht. Weitere Ermittlungen ergaben Vorstrafen wegen Vergewaltigung älterer Frauen; seine DNA war seit einem Fall aus dem Jahr 2012 in der Polizeidatenbank erfasst. Der Mann hatte bereits mehrere lange Haftstrafen verbüßt.
Die Behörden nahmen den Verdächtigen fest und überstellten ihn an die zuständige Ermittlungsbehörde. Ihm drohen nun Anklagen wegen des mutmaßlichen Raubüberfalls sowie ein separates Verfahren wegen Schwarzfahrens.
Der Fall zeigt, wie eine scheinbar harmlose Verkehrsordnungwidrigkeit schwere Straftaten aufdecken kann. Der Beschuldigte bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen zum Raub und zu seinen früheren Vergehen andauern. Weitere Details zu den laufenden Verfahren gab die Polizei nicht bekannt.






